Erhöhung unseres Hauses verspüre», und Fürst Maximilian antwortet ihm am 26. Oktober: «Wieweilen so schwere Conditiones einzugehen begehrt werden, welche unserer fürstlichen Autorität fast zu sagen mehr zur Verkleinerung als zur Erhöhung gereichen würden, also sind wir mit Euer Liebden der Meinung, solches Werk ganz zu unterlassen und alle Unkosten zu ersparen». Wir können die Enttäuschung der Fürsten verstehen, die darauf hinweisen konnten, dass sie selbst wie ihre Vorfahren sich grosse Ver- dienste um das Reich und das Haus Habsburg erworben hatten. Die vom Kaiser verlangte Erklärung haben sie jedenfalls nicht abgegeben. Fast zehn Jahre hindurch ruhen nun die Bemühungen des Fürsten- hauses in diesen Angelegenheiten. Der Dreissigjährige Krieg war in sein letztes, grausames Stadium getreten, und die Besitzungen des Fürsten- hauses waren durch Kriegsvölker beider Parteien immer wieder ver- wüstet worden und dadurch schwer geschädigt. Das Reich selbst war durch den Krieg, der.ja in erster Linie ein Ringen zwischen den beiden Konfessionen des Reiches gewesen ist, zerfallen, so dass ein gemeinsamer Reichstag nicht mehr zustandekam. Erst als 1648 der Friede von Münster und Osnabrück geschlossen war, traten wieder normale Verhältnisse ein. Bemühungen um den Kauf reichsunmittelbarer Herrschaften Da die Einberufung eines Reichstages zu erwarten war und die Für- sten von Liechtenstein erkannt hatten, dass nur dann ein Erfolg sicher sei, wenn sie in Besitz, reichsunmittelbarer Güter kommen, setzen nun intensive Bemühungen nach den verschiedensten Richtungen ein. Die Schwierigkeiten waren gross. Carl-Eusebius schreibt an den Fürsten Gundacker, dass «bei diesen geldmangelnden Zeiten und Ruin unserer Güter» ein Verkauf nur mit grossem. Schaden geschehen könnte, und er macht den Vorschlag, die Kleinodien zu verkaufen, um zu Geld zu kommen, und bittet die Verwandten, zusammenzustehen und Geld für den Erwerb zu leihen. Schliesslich - zweifelt er, «dass das fünfund- zwanzigjährige Werk zu einem guten Ende komme». 26
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.