kleinere Rundbogenfenster das Licht für den Estrich. Der Architekt ent- fernte das später angebrachte Fenster und liess die beiden Rundbogen- fenster freilegen. Aus dem Dachräum entstand ein vom alten, verzapf- ten Gebälk belebter, schöner Konzertraum. An der Ostseite des Hauses, wo nach Schupplers Bericht zu Beginn des 19. Jahrhunderts neue Stallungen errichtet worden waren, steht nun nach der Renovation ein schmucker Konzertsaal von ca. 9 mal 12 Meter (Plan III). Im Äussern präsentiert sich das Haus als ein zweigeschossiger, nach Westen gerichteter Baukubus, eingedeckt von einem Giebeldach. Gegen Norden wurde eine Zimmerbreite von ca. 5 Metern in einer zweiten Bauphase angebaut und von einem nach Norden schauenden Giebel- dach eingedeckt. Die Fenster liegen in einem strengen, axialen System in zwei Reihen übereinander. Neben dem ebenerdigen Hauseingang in der Südfront stand eingetieft die breite Kellertüre zum Weinkeller. Bei den jüngsten Renovationsarbeiten wurden an der Fassade des Hauses. Beobachtungen gemacht, die geeignet sind, die Baugeschichte des Hauses zu erhellen. Die Fenster waren ursprünglich niedriger und breiter, als wie sie der Bau vor der jüngsten Renovation aufgewiesen hatte (Abb. I). Anlässlich der Renovation gab man den Fenstern wieder die ursprüngliche Grösse, nachdem die gestreckten Öffnungen im Innern die Stichbogen der Fensternischen arg verletzt hatten. Bauperioden und Datierungen Aus den Putzschichten können zwei Bauperioden gelesen werden. Die erste Schicht war nurmehr an einigen Stellen deutlich zu erkennen. In der Nord-Westecke des ersten Baues, jenes Baues also, welcher die nördlich gelegenen Anbauten mit der Küche noch nicht kannte, waren dunkelgraue Quadern in illusionistischer Manier aufgemalt. Sie waren grösser und optisch schwerer als die noch gut rekonstruierbaren, gemal- ten Quadern der zweiten Bauphase. Nach der Darstellung des Archi- tekten gingen die gemalten Quadern der ersten Bauphase um die nord- westliche Ecke; sie wurden demnach noch vor der Erstellung des nörd- lichen Anbaues an die Fassadenecke gemalt. 229 I
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.