gewölbt und feuersicher, daran in der Richtung nach Norden eine ge- räumige Küche und gegen Westen (!) dem gewölbten, kleinen Keller, In der südlichen Front zwischen dem Wohnzimmer und den Kellern ist der Hauseingang samt einer hölzernen Stiege in das erste Stockwerk. Im ersten Stockwerk bestehen in der westlichen Front drei aneinander an- gereihte Zimmer, wovon nur das erste heizbar, mit Rohrdecken, in der westlichen (!) Front 2 abgesonderte, heizbare Zimmer mit Rohrdecken und in der Mitte, zwischen beiden Zimmerreihen das Vorhaus samt dem heimlichen Gemache und den mit Brettern verschlagenen Bodenzugang. Auf dem Boden ist in dem westlichen Gübel eine Sommerkammer an- gebracht. Östlich am Hause wurde statt des zusammengerissenen alten Stalles im vorigen Sommer ein neuer mit einem Ziegeldache aufgeführt, worin rechts Ross und Kühstall, links das Heulager und zwischen bei- den in der Mitte, die Tenne angebracht ist».13 Der Baubeschrieb Schupplers mag die bauliche Situation charakteri- sieren, als Johann Peter Rheinberger, der Vater des Komponisten, das Haus bezog. Am 17. März 1839 kam hier der Komponist Joseph Rhein- berger zur Welt. Später diente das Haus als Wohnung des herrschaft- lichen Försters, schliesslich als Sitz der fürstlichen Domänenverwaltung und als Pfandfinderheim. Im Jahre 1930 wollte Fürst Franz das Haus an einen Ausländer verkaufen. Freunde und Verwandte des Komponi- sten gelangten an den damaligen Fürsten mit der Bitte, vom Verkauf des Hauses abzusehen.14 Schon am 29. März 1930 hatte sich ein Initia- tivkomitee gebildet, das in einem Schreiben an die Regierung feststellte: «Wir sind überzeugt, dass ein historischer Bau, wie es das Geburtshaus von Josef Rheinberger darstellt, unserem Volke erhalten werden muss».15 Das Komitee schlug vor, «durch eine Sammlung von Erinne- rungsstücken an den grossen Komponisten das Gebäude ganz dem An- denken Rheinbergers zu widmen». Inzwischen kam das Haus in Staats- 13 Bericht Schupplers vom 21. März 1826, Regierungsarchiv B 1. 14 Schreiben eines Initiativkomitees an Fürst Franz von Liechtenstein vom 22. August 1930, Kopie im Besitz Dr. med. Rudolf Rheinberger, Vaduz. 15 Schreiben, von verschiedenen Persönlichkeiten unterzeichnet, an die fürst- liche Regierung, Vaduz, vom 29. März 1930, Kopie Dr. med. Rudolf Rhein- berger, Vaduz. 226
        

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