III. S. D. Fürst Joseph Wenzel von und zu Liechten- stein, hochherziger Stifter der Pfarrpfründe in Triesenberg 1768 Der sehnsüchtige Wunsch der Walser am Berg nach einer selbstän- digen Pfarrei ging mit der hochherzigen Pfarr-Pfründe-Stiftung durch S. D .Fürst Wenzel in Erfüllung. Fürst Wenzel31) lebte von 1696 bis 1772. Als Fürst regierte er von 1712 bis 1718 und von 1748 bis 1772. In der Zeit nach Pfarrer Vatentin von Kriss, der 1692 starb,32) hatte sich hier im Lande Wesentliches geändert. Die beiden Herrschaftsteile Schellenberg und Vaduz wurden 1719 zum Reichsfürstentum Liechten- stein erhoben. Die regierenden Fürsten zeigten überall ihre grossmütige Hilfe, so auch S. D. Fürst Wenzel Triesenberg gegenüber. Er schenkte der berechtigten Vorstellung der Berger, mit Ortsrichter Danner an der Spitze, williges Gehör. Es kam 1767 zum Bau der ersten Pfarrkirche samt Pfarrhaus und 1768 erfolgte die Stiftung der Pfarrpfründe mit 7000 rhein. Gulden Kapital. Auch einen eigenen Friedhof mit Beinhaus erhielten sie. Folgend der Wortlaut des Stiftbriefes der Pfarrpfründe Triesen- berg33) nach der Originalurkunde im bischöflichen Archiv in Chur: «Im Nahmen der Allerheiligst- und unzertheilten Dreyfaltigkeit Gottes des Vatters, und des Sohns, und des Heyl. Geistes. Amen. Wir JOSEPH WENTZL des Heyl. Römischen Reichs, Fürst und Re- gierer des Hauses von und zu Liechtenstein, von Nicolspurg, Hertzog zu Troppau und Jägerndorff in Schlesien, Graf zu Rittberg, Ritter des goldenen Vliesses, wie auch des heyl. Stephani-Ordens Gross-Kreutz, Ihro Rom. Kays, zu Hungarm und Böheim Königl. Apostol. Mayestät würklich geheimer Rath, General-Feldt-Marschall, General-Feldt-Landt- und Hauss-Artillerie-Director, Oberister über ein Regiment Dragoner, und Chef des Feldt-Artillerie-Regiments etc. etc. Urkunden und Bekennen hiermit; Demnach Unsere Gemeind am Triessnerberg in Unserem Reichs Fürstenthum gelegen. Uns Memo- S1) JBL/Bd. 21, S. 57 ff. 32) JBL/Bd. 2, S. 73. 33) Stiftbrief der Pfarrpfründe Triesenberg vom 7. Dez. 1768 im bischöfl. Archiv in Chur. - Vgl. dazu: JBL/Bd. 21, S. 101 ff. u Bd. 20, S. 91. 180
        

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