Der Kreuzweg bei der Duxkapelle in Schaan Josef Anton Beck, Schlossermeister in Schaan vermachte testamen- tarisch verschiedene Stiftungen, so u. a. eine Schulstiftung für die Gemeinde Schaan und eine weitere für die Erstellung eines Kreuzweges an der Duxstrasse. Nach Fertigstellung der Stationen durch Bildhauer Gottfried Hilti, Schaan, beschloss die Gemeinde Schaan diese Stationen anstatt entlang der Duxstrasse, dieselben vor allem aus Verkehrsgrün- den in einer neuen, schönen Anlage bei der Duxkapelle aufzustellen, was dann auch im Jahre 1936 geschah. Josef Anton Beck und sein Bruder Thadäus, beides gelernte Schlos- ser, waren in jungen Jahren bei der K. K. österreichischen Eisenbahn als Lokomotivführer in Diensten. Sie führten auch den ersten Zug durch den Arlbergtunnel. Für das gute Gelingen dieser «Jungfernfahrt», sowie für jenes in vielen anderen Arbeiten der beiden Gebr. Beck wa- ren als Dank diese Stiftungen entstanden. «Pestkappile» bei Haus Nr. 56 in Gamprin Als die Gemeinde Schellenberg kirchlich noch zur Pfarrei Ben- dern gehörte, grassierte die Pest am Schellenberg besonders stark. Eines nachmittags, als es schon zu dunkeln begann, sollten vier Schel- lenberger auf einem Handschlitten drei Pesttote nach Bendern auf den Friedhof bringen. Auf der Ebene beim heutigen «Waldeck» war die Strasse schon etwas aper (es war zur Winterszeit), und einer der vier am Totentransport beteiligten Schellenberger begab sich hinter den Schlitten, um zu schieben. Da soll er bemerkt haben, wie einer der drei Pesttoten ein Bein hob. Ein Schrei machte seine Kameraden aufmerk- sam, und als sie ebenfalls das grausige Schauspiel sahen, kippten sie den Schlitten samt den drei (offenbar mehr oder weniger) Toten zur Seite und liefen, so schnell es ging, wieder in Richtung Schellenberg. Kaum dort angelangt, erfuhren sie, dass wieder ein Mann an der Pest gestorben und derselbe am andern Morgen früh nach Bendern zu ver- bringen sei. 155
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.