einst wegen ein paar Hühnern in Streit geraten seien und dass der eine Bruder den anderen im Zorn ermordet habe. Beim «Stein», einem klei- nen Felsen am Abtswingertweg, habe man noch lange den Geist des Toten klagen gehört, an der Stelle wo er erschossen worden sei. Ein Fensterladen im Roten Haus Hess sich nicht mehr schliessen; aus diesem Fenster habe der Mörder seinen Bruder erschossen».19) Mühleholz, «Pestkappile» (Abb. 22) Dieses «Kappile» geht auf das Jahr 1740 zurück als in unserem Lande eine Viehpest wütete. Die damaligen Bewohner von Provatscheng (Triesenberg) mussten zu jener Zeit noch nach Schaan in die Pfarr- kirche. Weil sie aber aus Furcht vor dieser Viehseuche sonntags auf Provatscheng und somit der Kirche im Tal fern blieben, errichteten sie das «Pestkappile» im Mühleholz. Dieses «Kappile» enthält ein Bild mit den Heiligen Fabian, Martin und der Muttergottes, mit dem Blick von Provatscheng ins Rheintal. Das an- lässlich einer Renovation im Jahre 1845 angebrachte Bild, das sich heute im Gemeindearchiv Schaan befindet, wurde vom Bludenzer Maler Mathies Sely gemalt. Kunstmaler Friedrich Kaufmann schuf dann anfangs der 1950er Jahre anlässlich der letzten Renovation das heutige Bild nach der Vorlage des vorgenannten Mat- hies Sely, Bludenz. Abb_ 22 Im 
Mühleholz, 
Schaan Das Plankner «Kappile» (Abb. 23) An der Bergseite der Landstrasse Schaan-Planken steht das im Jahre 1950 über Anregung des damaligen Schaaner Hofkaplans H. H. L. Schnüriger renovierte «Plankner Kappile». Über die Errichtung 19) Otto Seger, Sagen aus Liechtenstein. i
        

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