Beim Um- bezw. Neubau der Triesnerberger Pfarrkirche wurde eine fast lebensgrosse St. Sebastiansfigur frei. Diese wurde dann in dieses «Kappile» versetzt. (Abb. 7). Ein weiteres neues Bildstöckchen befindet sich in Triesenberg, am Ort, vor 6 Jahren zu Ehren der Muttergottes erstellt. Schliesslich noch als letztes von Triesenberg: das St. Wendelins- «Kappile» an der Strasse Gufer-Wangerberg. Dasselbe wurde im Jahre 1965 über Initiative eines alten Wangerbergers errichtet. Dort halten bei jeder Bestattung die Totenträger (denn am Triesenberg werden auch heute noch die Toten durch Träger zum Friedhofe getragen) für die Zeit eines Vaterunsers still, das von allen am Trauerkondukt Teil- nehmenden laut mitgebetet wird. Das älteste «Kappile» in Triesenberg ist jenes im Steinort bei Haus Nr. 163, enthaltend ein auf Holz gemaltes Bild der hl. Familie. Ur- sprünglich stand das alte Kappile etwas südlich des jetzigen Standortes bei Haus Nr. 156, wurde dann im Zuge der Strassenregulierung abge- brochen und durch das heutige ersetzt. Auch hier war die Bitte um Genesung nach einer schweren Operation der Errichtungsgrund. In den 1890er Jahren musste sich A. B. vom Steinort in Innsbruck einer gefährlichen Operation unterziehen. Seine Tochter gelobte ein «Kappile» für den guten Verlauf dieser Ope- ration. Die Tochter verdiente sich das Geld für dieses «Kappile» als Verdingmädchen, da die Krankheit und die Operation des Vaters den letzten Heller verschlungen hatten. In Vaduz wurde in den Jahren 1952/53 die Landstrasse entlang des «Bock-» oder «Herrenwingerts» ver- breitert. Gemeinde und Land ent- schlossen sich zur Anbringung einer Madonna-Plastik an der neuen Weinbergmauer. Diese wurde von Bild- hauer Hans v. Matt, Stans, im Frühjahr 1953 in Bronze gegossen und ist heute eine Zierde des Vaduzer Dorfbildes (Abb. 8). 
Abb. 8 Beim Bockwingert, Vaduz 140
        

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