Elsass, wo die kaiserlichen Truppen durch den Grafen von Mansfeld hart bedrängt wurden, Brion mit Salzburger Landsknechten, der Oberst von Wattenwil mit einem Regiment Burgunder und schliesslich aus Mailand spanisches Kriegsvolk, das Regiment Medici, 4000 Mann und 300 Reiter stark. Auf Gutenberg brach eine Feuersbrunst aus, die das Lager verbrannte und einem Soldaten das Leben kostete. Im Februar drangen zwei Kompanien von Triesen und Balzers nach Fläsch und Maienfeld vor und plünderten die Vorstadt. Der Profos nimmt zwar 24 Soldaten gefangen und führt sie nach Reichenau ab, aber sie werden nicht bestraft. Anfangs März führen 600 Saumpferde Munition aus Mailand ins Elsass. Ulrich von Ramschwag erhält aus Innsbruck den Befehl, die Waffen der Prätigauer nach Feldkirch abzuliefern und 160 Soldaten zu werben, um die drei Fähnlein seiner Mannschaft zu ergänzen. In Innsbruck scheint man Nachricht von der Unruhe im Prätigau erhalten zu haben. Der Oberst von Raitenau erhält den Befehl, bei Un- ruhen Warnschüsse von Gutenberg über Bendern nach Feldkirch er- gehen zu lassen und dort das ganze Landvolk aufzubieten, «in die Wehr zu stellen». Am 24. April bricht der Sturm los: Die Prätigauer erheben sich (eisenbeschlagene Holzkeulen sind ihre hauptsächlichen Waffen) ver- treiben in den Dörfern die österreichischen Soldaten und ziehen vor das Schloss Castels, dessen Mannschaft sich schon am 26. April ergibt. Die Soldaten müssen ihre Gewehre abliefern, einen Eid leisten, nie mehr gegen die Drei Bünde zu kämpfen. Ein Bericht, nach Innsbruck gesandt, schildert den Abzug: «Mit abgerissenen Fähnlein von den Stangen und ihre Seitenwehren abgezogen, und mit 200 Mann bis über die Steig an die Grenze begleitet, mussten sie die Überwehren ablegen». Der Raitnauer empfängt sie in Feldkirch mit Schimpfworten und erklärt ihnen, dass ein Eid gegen Rebellen keine Gültigkeit habe. Sie werden wieder zum Kampfe eingesetzt werden. Am 26. April schickt er einen Eilboten mit einem Briefe nach Inns- bruck (cito cito cito steht darauf) und berichtet über die Ereignisse. Als sich die Prätigauer Maienfeld nähern, schickt der Kommandant, Obristwachtmeister de Prato, einen Dragoner zu Ulrich von Ramschwag nach Gutenberg, meldet, dass 5000 Aufständische sich zusammenrotten und begehrt Hilfe. Der Bote kann aber, weil auf ihn geschossen wird, 84
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.