sig ausführlich in seiner «Geschichte des Fürstenthums Liechtenstein» dargestellt, und es standen ihm Quellen aus den Bündner Archiven und wohl auch solche in Vaduz zur Verfügung, die heute nicht mehr vor- handen sind. Johann Baptist Büchel gibt in seiner Arbeit «Liechtenstein im Prättigauer Krieg 1619 — 1624» einige Ergänzungen zu den Darle- gungen Kaisers. Ich wurde zu meiner Abhandlung durch das äusserst gewissenhaft und eingehend abgefasste Werk von Dr. Ludwig Welti «Graf Kaspar von Hohenems» angeregt, in dem die Bestände des Hohenemser Archives zum ersten Male auch für die Ereignisse in unserem Lande verwertet wurden. Selbstverständlich habe ich zum Thema die zeitgenössischen Bünd- ner Chronisten und Historiker zu Rate gezogen, Bartholomäus Anhorn, Fortunat von Juvalta, Ulysses von Salis-Marschlins und Fortunat Spre- cher, welche die Ereignisse aus ihrem Gesichtswinkel behandeln. Es war mir auch möglich, in den Beständen des Landesregierungsarchives für Tirol in Innsbruck und des Staatsarchives in Chur manches Neue zu finden, das dieser Arbeit einige Berechtigung gibt, darunter z. B. einen Brief Wallensteins, der bisher unveröffentlicht war. Ich danke besonders den Herren Universitätsdozent Dr. Steinegger und Staatsarchivar Dr. Jenny für ihr Entgegenkommen. Über die Ereignisse hinaus ist die Zeit auch durch zwei Männer für uns von Interesse, die mit unserer Geschichte verbunden sind: Unser Landesherr Graf Kaspar von Hohenems wird als Vermittler von beiden Seiten angerufen und ist immer wieder von persönlicher Sorge für sein Haus und seinen Besitz erfüllt. Graf Alwig von Sulz ist der Sohn unseres letzten Landesherrn aus diesem Geschlechte (nicht der Enkel, wie Peter Kaiser schreibt), des Grafen Karl Ludwig von Sulz, wie sein Vater in erster Linie Offizier, hart im Kampf, entsprechend der Kriegsführung der Zeit des Dreissigjährigen Krieges, in dem sich die Ereignisse voll- ziehen, aber doch auch erfüllt von Verständnis für den Gegner und von ritterlicher Haltung. Er war der Schwager des Grafen Kaspar, dessen Ehe mit der Gräfin Amalia von Sulz der Anlass war, dass unser Land in Hohenemser Besitz übergegangen ist. Um die politischen Ereignisse und kriegerischen Auseinandersetzun- gen zu verstehen, müssen wir einen Blick auf die geschichtlichen Vor- aussetzungen werfen. 70
        

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