wahrscheinlich, dass es eine echte, den Nagetieren zugehörende Maus war. Bei den nach Grösse und Gestalt ähnlichen Spitzmäusen ist das Pigment in den Haaren anders angeordnet. Vielleicht wurde der Krug wiederholt von einer Maus besucht; jedenfalls blieb keine darin ge- fangen, weil sonst Skelettreste zu finden sein müssten. Vermutlich wur- den die Aggregate mit Urin befeuchtet und vielleicht auch aufgeweichte Exkremente eingearbeitet; darauf deutet die geglättete und hartgetrock- nete Oberfläche hin. Abb. 2. Dünnschliff aus einem Rollaggregat. Im Zentrum, unten in der Mitte, sind Mineralkörner und organische Substanz regellos zusammengefügt; in den äusseren Schichten sind sie mehr oder weniger konzentrisch angeordnet. An einen vorhandenen Bodenkrümel als Kern wurden also Feinmaterial und gröbere Partikel schichtweise angeklebt. In der Probe liegen zahlreiche Chitinstücke. Leider sind sie zu klei- nen Fetzen zerrissen und darum ziemlich unkenntlich; offenbar sind alles Larvenhäute von der gleichen Insektenart. Einige einzelne Ober- kiefer haben die Form, die für räuberisch lebende Laufkäferlarven charakteristisch ist. Solche mögen hier auf andere kleine Bodeninsekten Jagd gemacht haben. Vielleicht wurden sie selbst von einer Maus ge- 63
        

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