«Von Ca mag Scha schwerlich, wenigstens nicht in allen Fällen, abzu- leiten seyn, denn jenes wird 
regelrecht Tscha, Ka oder Ca. S c a 1 r e s , Schalders, Scana, Schan führen uns auf sc; ich weiss aber nicht, ob dies rhätisch oder ob s ein späterer Vorschlag oder ob etwa gar ein Sacalarusa, Sacana anzunehmen sei. Wir haben diese Namen, sowie die noch jetzt mit sc anlautenden, wie Scamfs einstweilen 
unter ca gestellt». Auf Seite 177 derselben Publikation heisst es im Verzeichnis der Rhätischen Ortsnamen: «Cana, Scana im Nonsberg, 
Schan (Scana XI) bei Vaduz». Ein Scana kommt demnach auch im Nonsberg, das ist die Landschaft westlich von Bozen, vor. Auch Richard Heuberger (siehe II) schreibt von nonsbergischen Rätern). Auf eine Sinnesdeutung lässt sich STEUB grundsätzlich nicht ein. Mit guten Argumenten und gewandten Worten ordnet er viele alte Ortsnamen im alten Rätien der etruskischen Sprache zu; ihr ehema- liger Sinn aber könne in den allerwenigsten Fällen ermittelt werden. 2. DU CANGE: Glossarium ad scriptores mediae et infimae Latinitatis. Niort, 1883 — 1888, 10 Bde. Auf Seite 343 des Bd. 7 ist dort in deutscher Übersetzung zu lesen: «Scava» = eine allzu grosse Dichtheit der Bäume, so in den Pithöani- schen Glossen. (Barthius verbessert 
mit «Schena», nicht schlecht wie man aus diesem Worte ersehen kann). Isidor 
überliefert «Scana», und auch Vossius glaubt, dass man es so lesen muss. (Diesem letzteren Autor stimmen auch Martinius und la Cerda bei). 3. Einen ganz anderen Weg schlug Kanonikus Joh. Franz FETZ in Vaduz ein, der in «Schloss von Faduz», einer Beilage zum «Liech- tensteiner Volksblatt» (1879, 1880 und 1881) zu diesem Namen Stel- lung bezog. Auf Seite 18 des Sonderdruckes (Buchs 1882) schreibt er wörtlich: «Schan, in alten 
Urkunden Scana, Schana, Scanowa, Schan, herge- leitet aus dem 
irischen Can oder Scan = See, 
romanisirt Schana und germanisirt Schan. (Schaan ist falsche Schreibart). In einer Urkunde vom 9. Jahrhundert heisst 
es: «Scana ad rivam» = Schan an der Schifflände; das grosse Schanerried war dazumal ein See, der mit Schiffen befahren wurde». Kanonikus FETZ führte im gleichen Zuge auch den Namen der Nachbargemeinde Eschen auf das Keltische zurück. Von da an werden, wie wir noch sehen werden, Schaan und Eschen von den Namensforschern vielfach auf dieselbe keltische Wurzel zurück- geleitet. Am oben angegebenen Orte schreibt FETZ über Eschen: 9
        

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