Knickung der Grabenführung, bei B (Lage des Schachtes), verliert sich im N-O-Profil die Mauerstellung mehr und mehr. Lediglich bei der Meterhöhe 16 scheinen sich die vertikal geordneten Steinstellungen auf kurzer Strecke zu wiederholen. — Die Scherben Nr. 1, 2 (Abb. VII) steckten bei der Kanalböschung vor der Mauer in der Erde, wobei nur der erste römisch (2. Jahrh.) ist. Bemerkenswert ferner die Lage verschie- dener Ziegelstücke am oberen Rand der Strate bei Meterhöhe 13, welche nach Mitteilung von Frau Dr. Ettlinger nicht unbedingt römisch sind. Ausgrabiingsfläche Nach der Erläuterung der Profile gilt unsere Aufmerksamkeit der ca. 50 m2 grossen Ausgrabungsfläche. In der angegrabenen Böschung fanden die Ausgräber angebrochene, kalkgemörtelte Mauertrümmer. Einige Steinstellungen lassen die Vermutung zu, dass der Mauerkom- plex gegen Westen hin (vielleicht nur teilweise) hier abschloss. Das Gemäuer liegt in den ersten 2,50 m in grösseren Verbänden und Zusammenhängen — besonders im süd-westlichen Teil — und schliesst sich dann über die bereits erwähnte Ecke (Abb. I) an die 60 cm starke Mauer an. Die Mauer weist gegen oben einen 15 cm starken Anzug auf. Um die Mauerbeschaffenheit zu beobachten, legten wir unter das öst- liche Brückenwiderlager von Norden her einen ca. 1,50 m tiefen, tun- nelartigen Graben an. Das Ergebnis war enttäuschend: Die Mauer, welche nach dem Kanalisationsgraben hin einen schönen Abschluss zeigt, läuft nach Süd-Westen hin leicht abfallend im Rheinkies aus. Der breite Grabengrund gab in den nächsten 8 m süd-östlicher Richtung keine weiteren Aufschlüsse. Nach Aussage der Bauleute haben hier die Baggergriffe den archäologischen Befund zerstört. Sondierungen auf den Höhen 469,02, 468,8 ergaben, dass unter dem Mauerwerk tief Rheinkies liegt. Schliesslich sei noch erwähnt, dass zwischen den Me- tern 2 — 6 einige Tierknochen lagen. Nach der Meterhöhe 8,50 erkennen wir deutlich eine Stufe (469,02, 469,75). Die Mauer ist kompakt und durchgehend gemörtelt. Sie weist oben und unten eine Putzschicht auf, wobei der Putz auf der unteren Seite besser erhalten ist als oben. Die obere Mauerhaut war geborsten, der Putz ist völlig weggespült und in den Mauerfugen nisteten seegras- artige Fasern in körnigem Sand. Die schichtige Lagerung der Mauer- steine ist hier besonders deutlich zu sehen (Abb. III, IV). Unter der 39
        

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