Andrerseits findet sich bei genauem Zusehen auf beiden Seiten im Mittelteil ein recht hübsch ausgeführtes Muster in Tremolierstrich- Technik. Dies ist bei einem verhältnismässig modernen Gegenstand nicht zu erwarten. Wir müssen also die Frage der Datierung zunächst offen halten. Dr. Werner Graf, St. Gallen, der die Zeichnung für den Fundbericht anfertigte, machte folgende Beobachtung: Die Photographie zeigt jene Seite des Kammes, auf der längs den beiden Zahnreihen je eine Wellenlinie verläuft und die auf den beiden Schmalseiten je einen Abschlussbogen zeigt. Diese Verzierung findet sich auch auf der von mir gezeichneten Seite. Dazu kommen hier aber von den Schmalseiten nach einwärts je ein Verbindungssteg zwischen den Wellenlinien und auf einer Seite eine Doppelschlaufe, auf der an- deren Seite, schlecht erkennbar, event. schlecht erhalten zumindest ein Kreis oder Kreiswirbel. Hieraus erscheinen nun Ergänzungen möglich, mit denen man Jahreszahlen erhalten würde: insbesondere 1881, was allerdings auch einer doppelsymmetrischen Figur entspricht, die ge- schaffen worden sein kann ohne jeden Zusammenhang mit unserer Datierungsweise. Möglich sind weitere Kombinationen, je nachdem man den Ring oder Wirbel ergänzt: 1831, 1861, 1381, 1681 etc.; es könnte vielleicht auch 2, 5 oder 9 in Frage kommen. Ich betone, dass dies nur eine Möglichkeit darstellt, die mir jedoch nicht völlig abwegig erscheint, weil der Kamm sehr präzis gezähnt ist, die reichere Verzie- rung nur auf einer Seite angebracht ist und die Doppelschlaufe in Tre- moliertechnik m. E. nicht leicht zu bewerkstelligen war. Das Stück befindet sich im Liechtensteinischen Landesmuseum. Felix Marxer 207
        

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