Steiner Studenten deutsche Hoch- und Fachschulen besuchten, waren meines Wissens erstaunlich wenig Liechtensteiner 'in Deutschland im Lehramt tätig. Aus dieser kleinen Schar hatten aber drei Männer sehr ruhmvolle Karrieren. HH. Dr. Johann Ulrich Hopp (?— 1756), von Balzers, bekam das von Kriss'sche Stipendium, studierte 1701 —1703 Philosophie an der Universität Innsbruck und erwarb den bacc. phil.-Grad; später promovierte er zum Dr. theol. Er war zuerst bischöflicher Kanzler in Chur. Dann ging er nach Kempten i. Allgäu, wo er eine Professur für Moraltheologie innehatte; dies muss am Lyzeum («Ducale Lyceum Campidonense») des Fürststiftes der Benediktiner gewesen sein.02) Von 1719 bis 1741 war er Hofkaplan in Vaduz, aber er behielt seine Profes- sur noch einige Jahre. Im Jahre 1741 gab er die Vaduzer Hofkaplanei auf und wirkte nachher in Freising/Bayern, wo. er Kapitulardomherr der Kollegiatskirche war; er erhielt auch die Würde eines Apostolischen Protonptars. Büchel, J. B., «Geschichte der Pfarrei Schaan», Jahrbuch des Historischen Vereins, Band 27, S. 100 f. Büchel, J. B., «Geschichte der Pfarrei Triesen», Jahrbuch des Historischen Vereins, Band 2, SS. 98, 101. Huter, Franz und Haidacher, Anton (Hrsg.), «Die Matrikel der Univer- sität Innsbruck», 1. Band: Matricula Philosophica, 2. Teil (1701 - 1735), Innsbruck, 1954, S. 174 (Nr. 2393). Kaiser, Peter, «Geschichte des Fürstenthums Liechtenstein», Chur, 1847, S. 471. Kind, Dr. Franz Joseph, «Zur 100jährigen Erinnerüng an den Brand von Balzers am 22. Oktober 1795». Festrede gehalten in der Pfarrkirche von Balzers bei der Erinnerungsfeier am 27. 10. 1895 (als Broschüre ver- öffentlicht), S. 5. Geheim rat Prof. Dr. h . c. Josef Gabriel von Rh e i n- b erger (1839— 1901), von Vaduz, war ein jüngerer Bruder der oben erwähnten Mutter Maxentia, Generaloberin der Barmherzigen Schwestern in Zams. Als kleiner Vaduzer Schüler nahm er beim Unter- lehrer Sebastian Pöhli in Schaan Unterricht im Klavier- und Orgelspiel li2) Freundliche Mitteilung von Herrn Friedr. Zollhoefer, Stadtarchiv Kempten. 159
        

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