Nachruf im Jahresbericht des Kollegiums Maria Hilf in Schwyz für das Schuljahr 1918/19, S. 58 f. Nachruf in der Zeitschrift 'Grüsse aus Maria Hilf (Schwyz), VII. Jahr- Nr. 1, Dez. 1918, S. 30. «Hundert Jahre Kollegium Maria Hilf Schwyz 1856-1956» (Festschrift), Schwyz, 1956, S. 87. Jahresberichte des Kollegiums Maria Hilf, 1908/09 bis 1917/18. HH. Anton Frommelt (geb. 1895), von Schaan, besuchte das Kollegium St. Fidelis in Stans und studierte dann Theologie in Chur. Sein erstes Wirkungsfeld fand er als Professor am Kollegium Maria Hilf in Schwyz. Von 1920 bis 1922 war er hauptsächlich Zeichen- lehrer, unterrichtete aber auch Religion und Deutsch und diente als Vizepräfekt eines Pensionats. Auch wenn er nur eine verhältnismässig kurze Zeit an der Anstalt tätig war, gelang es ihm rasch, einen guten Eindruck als Lehrer und Erzieher zu machen. Ein Schulchronist berich- tete: «Er hat sein Lehramt. . . mit Ruhe und Würde angetreten», dann, über seine Tätigkeit als Vizepräfekt: «Er ist der richtige Mann auf dem richtigen Posten. Wenn einmal eine Präfektur zur Wiederbesetzung ausgeschrieben wird, darf er sich melden, die besten Referenzen wer- den nicht fehlen». Aber seine verheissungsvolle Pädagogen-Laufbahn nahm einen jähen Schluss, als er 1922 in die Seelsorge nach dem Hei- matland berufen wurde. Bis 1933 versah er die Pfarrei Triesen; er wurde später zum Ehrendomherrn ernannt. Gleichzeitig widmete er sich der Politik seines Vaterlandes; er diente viele Jahre hindurch als Präsident des Landtages, dann auch als Regierungschef-Stellvertreter bzw. Regierungsrat; in Anerkennung seiner öffentlichen Verdienste wurde ihm der Titel eines Fürstlichen Rates verliehen. Aber auch bei dieser vielfältigen Tätigkeit lag Anton Frommelts Schulerfahrung kei- neswegs brach. Er wurde als Vertreter der Liechtensteinischen Geist- lichkeit in den Landesschulrat gewählt, und in diesem Zusammenhang wurde er mit der Bearbeitung eines neuen Schulgesetzes betraut, wel- ches 1929 erschien und heute noch in Kraft ist. Im selben Jahre wurde Pfarrer Frommelt auch zum Schulkommissär ernannt; er diente in dieser Eigenschaft von 1929 bis 1946 und befasste sich nicht nur mit der Schulverwaltung sondern auch mit gelegentlichen pädagogischen Vorträgen. Nebenbei ist Kanonikus Frommelt ein namhafter Künstler, Briefmarkenexperte, Geologe und Numismatiker (in all diesen Gebie- 151
        

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