wegen eines Gehörleidens im Jahre 1920 wirkte er als vollamtlicher Direktor der Landesschule in Vaduz (schon als Hofkaplan hatte er. 1885 — 1887 an dieser Anstalt Unterricht erteilt). «Er darf, im Verein mit Kabinettsdirektor v. In der Maur. . . mit Fug und Recht als Reorga- nisator unseres Schulwesens bezeichnet werden» (Franz Büchel).47) «Als Pädagoge war er eine Leuchte eines idealen Lehrers, unermüdlich tätig in der Schule und in der Abfassung geeigneter, bodenständiger Lehrmittel» . . . «ein herzensguter Pädagoge» (Nachruf im 'Liecht. Volks- blatt'). Kan. J. B. Büchel war ein erstaunlich vielseitiger Mensch: Ausser seinen grossen Verdiensten für Kirche und Schule zeichnete er sich aus ' als Geschichtsforscher, Heimatdichter, Politiker und vor allem als Pa- triot. Von seinen vielen Ämtern seien erwähnt: Vizepräsident des Land- tages sowie Vorsitzender des Historischen Vereins. Wenn Peter Kaiser der grösste Pädagoge liechtensteinischer Nationalität war, kann Johann Baptist Büchel als der grösste in Liechtenstein tätige Päda- goge angesehen werden. Publikationen:48) Geschichte des Gebietes des heutigen Für- stentums Liechtenstein, für Schule und Haus», Einsiedeln, 1894; wesent- liche Beiträge (Lesestücke sowie allgemeine Gestaltung) zum «Lesebuch für die liechtensteinischen Volksschulen» (1. Teil 1916, 2. Teil 1914); «Entstehung und Entwicklung der Landesschule 1857 —1916» im Jah- resbericht der Landesschule Vaduz für 1915/16; «Leitfaden für den Unterricht über Buchhaltung» im Jahresbericht der Landesschule Vaduz 1919/20. Bevor er in den Ruhestand trat schrieb er ein sehr rührendes, kurzes Gedicht «An meine Schüler», das in der unten genannten Ge- denkschrift (S. 24). gebracht wird. Büchel, Franz (Red.), «Denkmaleinweihung Prälat Johann Baptist Büchel 1853 — 1927» (Gedenkschrift), hrsg. von der Gemeinde Balzers, 1966. Marxer, Dr. G., «Das liechtensteinische Priesterkapitel», Jahrbuch des Historischen Vereins, Band 34, S. 73. ") Für ausführliche Würdigungen seiner Arbeit als Schulkommissär, siehe die verschiedenen Nachrufe. s) Da diese Publikationen alle aus der Zeit J. B. Büchels Tätigkeit im Fürsten- tum stammen, werden sie, um den Rahmen dieser Arbeit nicht zu sprengen, hier ohne Besprechung angeführt. Zu seinen Lehrbüchern usw. siehe Martin a. a. O., SS. 232 -234, 236, 252. 149
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.