HH. Johann Baptist Büchel d. J. (1853 — 1927), von Balzers-Mäls, ein Vetter des oben erwähnten Priesters mit dem gleichen Namen, besuchte die Volksschule in Balzers, das Gymnasium in Feld- kirch, Brixen und Schwyz (Kollegium Maria Hilf), studierte Theologie in Chur und wurde dort zum Priester geweiht. Von 1877 bis 1884 war er am Kollegium Maria Hilf tätig, und zwar als Professor der 4. Gym- nasialklasse, wo er Religion, Deutsch, Latein und Griechisch unter- richtete, sowie als Präfekt im Pensionat der Gymnasialabteilung. Ihm wurde 1881 als Vizepräfekt seiner Abteilung ein gewisser Dr. Alois Huber. beigegeben, der später ein grosser Rektor der Anstalt werden sollte; Büchel musste den jungen Priester in sein Erzieheramt einführen, und es wird berichtet, dass ihm Prälat Huber lebenslang grosse Dank- barkeit bewahrte.46) Dr. Eugen Nipp schrieb von J. B. Büchels Schwyzer Tätigkeit: «Manch Liechtensteiner Studentlein verspürte dort auch in viel späteren Jahren eines grossen Geistes Hauch, wenn ihm wohl- meinende Professoren und Präfekten des grossen heimatlichen Vorgän- gers Bild aus Liechtensteiner Heimaterde vor Aug' und Herz stellten. Es mag wohl symbolisch sein, dass des jungen Mannes erste Tätigkeit der Jugendbildung und Jugendhut galt, wirkte doch auf dem Gebiete des Schulwesens in Liechtenstein in späteren Jahren keiner so viel und so segensreich wie unser J. B. Büchel». Auf seinen eigenen Wunsch gab Büchel 1884 den Unterricht in Schwyz auf, weil er im geliebten Heimatland arbeiten wollte. Da eine angebotene Stelle als Religionslehrer am Töchterinstitut Gutenberg in Balzers nicht zustande kam, widmete sich J. B. Büchel der Seelsorge in Liechtenstein: Nach einer kurzen Zeit als Pfarrprovsior in Mauren, war er 1885 — 1887 Hofkaplan in Vaduz, dann von 1887 bis 1910 Pfar- rer von Triesen. Im kirchlichen Bereich bekam er zahlreiche Ehrungen: 1897 zum Domherrn ernannt, 1898 — 1923 bischöflicher Landesvikar sowie Präses des liechtensteinischen Priesterkapitels, 1919 zum fürst- lichen Geistlichen Rat und 1923 zum päpstlichen Hausprälat ernannt. Als Schulmann im Fürstentum übte Kanonikus Büchel einen sehr be- deutenden Einfluss aus: Von 1891 bis 1920 amtete er als Schulkommis- sär und Mitglied des Landesschulrates; von 1910 bis zu seinem Rücktritt 4li) Regens Dr. Josef Scheuber in «Hundert Jahre Kollegium Maria Hilf Schwyz 1856- 1956» (Festschrift), Schwyz, 1956, S. 31. 148
        

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