andere Unterrichtsgegenstände an der Anstalt, gegen eine angemessene, vom Schulrat zu bestimmende Entschädigung zu übernehmen». Gleich- zeitig versah er die Stelle eines Organisten an der Churer Kathedrale. Er starb jung in Willisau/LU.39) Humm, Felix, in: Michel, Dr. Janett, «150 Jahre Bündner Kantonsschule», Chur, 1954, S. 344 f. Hfl. Johann Baptist Büchel d. Ä. (1824 — 1907), von Balzers-Mäls, besuchte das Knabenseminar in Chur und vollendete seine Gymnasialstudien in Feldkirch.40) Als Student in Feldkirch gab er bei zwei Familien Hausunterricht. Er studierte dann Philosophie an der Universität Innsbruck und Theologie am Priesterseminar St. Luzi in Chur, wo er die Priesterweihe empfing. Von 1852 bis 1854 lehrte er Latein an der Bischöflichen Schule am Stift Disentis. Dann war er einige Jahre in seinem Heimatland in der Seelsorge tätig (1854 — 1856 Aushilfspriester in Balzers, 1856 — 1857 Frühmesser in Triesen), bis er wieder nach Graubünden berufen wurde, um von 1857 bis 1859 als Präfekt am bischöflichen Knabenseminar in Chur zu wirken.41) Da er aber zu kränkeln begann, fühlte er sich den Anforderungen des Erzieherberufes nicht mehr gewachsen und kehrte deshalb in die Seelsorge nach Liechtenstein zurück. Seine weitere Seelsorgerlaufbahn 3S) Gewisse Angaben über F. Vogt stammen von HH. Fridolin Tschugmell, Triesen, sowie vom Bischöflichen Archivar in Chur. 40) Da er erst 1844 nach Feldkirch kam (nach Schülerverzeichnis des dortigen Staatsgymnasiums) muss er einige Zeit unter Peter Kaiser in Chur studiert haben, denn das Knabenseminar wurde 1842 mit der kath. Kantonsschule vorläufig vereinigt. 41) Die Geschichte der Lehranstalten der Diözese Chur in der Mitte des letzten Jahrhunderts ist äusserst kompliziert! Eine Art von Knabenseminar bestand immer zu St. Luzi in Chur; 1842 wurde es mit der aus Disentis kommenden kath. Kantonsschule vereinigt; als diese 1850 wiederum mit der evangeli- schen Kantonsschule vereinigt wurde, gründete der Bischof eine sog. Bi- schöfliche Schule in Disentis, die 1856 wieder nach Chur verlegt wurde und mit dem Knabenseminar zu St. Luzi vereinigt wurde. Im Grunde ge- nommen war Büchel also immer an derselben Anstalt tätig. 1859 wurde die Anstalt endgültig nach Schwyz verlegt, wo sie mit dem 1856 gegrün- deten Kollegium Maria Hilf vereinigt wurde. (Vgl. Mayer, J. G., «St. Luzi bei Chur», 2. Aufl., 1907, S. 122 ff.). 145
        

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