forscht. Er setzte den Spaten auf dem Lutzengütle. auf dem Borscht, auf dem Schneller, auf dem Malanser und zuletzt noch auf dem Krüppel an. Seine Publikationen über diese Grabungen fanden allmählich weiteste Beachtung bei den Urgeschichtlern. Hier auf dem Gebiete der Spaten- forschung ist unsere Forschungsarbeit international beachtet und aner- kannt worden. Es gibt kaum ein neues Werk über die urgeschichtlichen Verhältnisse in Zentraleuropa, in dem nicht auf unsere Ausgrabungen und die im Landesmuseum ausgestellten Funde verwiesen würde. Bis dahin war es dem Vereine nicht gelungen, den engen regionalen Rah- men zu sprengen, denn all die Aufsätze und Abhandlungen blieben dem Lokalhistorischen verhaftet, sie waren wohl für das Land und die Nachbarschaft von hohem Werte, für die allgemeine Geschichtswissen- schaft aber bildeten sie keinen wesentlichen Beitrag. Was früher nicht gelang, das erreichte David Beck mit seinen Publikationen über die prähistorischen Forschungen in unserem Lande. Dieser erfahrene Ausgräber vermittelte uns auch einen Einblick in das gewaltige Römerkastell in Schaan und den Ursprung der dortigen Peterskapelle, der Burg Neuschellenberg und der Marienkapelle in Trie- sen, alles Objekte seiner Ausgrabungstätigkeit. Die philosophisch-historische Fakultät der Universität Basel hat seine Verdienste mit der Zuerkennung der Ehrendoktorwürde belohnt. Seine Durchlaucht der Landesfürst verlieh David Beck den Titel eines fürstlichen Studienrates. Das deutsche archäologische Institut in Frank- furt/Main wählte ihn zum korrespondierenden Mitglied. Verschiedene liechtensteinische Vereinigungen verliehen ihm, dem bescheidenen, un- ermüdlichen Forscher und Helfer die Ehrenmitgliedschaft, so die liech- tensteinische Akademische Gesellschaft, der Liechtensteiner Lehrer- verein, dessen umsichtiger Präsident er viele Jahre hindurch war, sowie der Liechtensteiner Alpenverein. David Beck ist ein Beispiel dafür, wie ein Einzelner durch Liebe und Interesse an einer Sache seinem Volke grösste Dienste leisten kann. Er zeigte auch, wie durch stetigen Einsatz auf einem bestimmten Ge- biete ein Nichtfachmann die Achtung und die volle Anerkennung der Fachwissenschaft erwerben kann. 11
        

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