Zeichnung von Delsenbach können wir uns einen Überblick über den Bauzustand des Schlosses vor dem Tod des Fürsten Anton Florian machen. Taf. I, (Abb. b). Als Delsenbach die Reitschule und das Schloss zeichnete, befand sich Feldsberg noch mitten im Umbau. Zur Datierung dieser Zeichnung ist zu sagen, dass sie nicht allzulange vor dem Tod des Fürsten entstanden sein dürfte, denn sie trägt noch sein Mono- gramm. Delsenbach benützte für diese Ansicht wahrscheinlich einen Entwurf Ospels als Vorlage. Als Josef Johann Liechtenstein zur Re- gierung kam, waren die Reitschule (im rechten Winkel an den Spani- schen Stall anschliessend), mit dem Verbindungstrakt zum Schloss, der Spanische Stall (an den rechten Turm anstossend), Presshaus (an den linken Turm anstossend) und Binderei sowie der Stalltrakt (zwischen Hauptschloss und rechtem Turm) und Kellereitrakt (zwischen Haupt- schloss und linkem Turm) schon umgebaut. Bis auf wenige kleine bauliche Veränderungen befinden sich die einzelnen Gebäude des Schlosses heute noch im ursprünglichen Zustand. Bezüglich dieser Veränderungen muss folgendes als Erklärung ge- sagt werden: Das doppelte Satteldach der Reitschule ist 1802 in ein Mansardendach umgebaut worden. Das dem Presshaus gegenüberlie- gende neunachsige Gebäude besteht heute nicht mehr. Schon auf einem Plan von 1750 fehlt es. Ebenso kann man bei einem Vergleich dieser beiden Abbildungen feststellen, dass die beiden Türme in der späteren Abbildung an Stelle der Laternen ein Zeltdach tragen. Die Türme wur- den vermutlich erst unter dem zweiten Bauherrn in dieser Form fertig- gestellt. Eine wesentliche Umänderung erfuhr unter dem Nachfolger Anton Florians das Hauptgebäude des Schlosses. An Stelle der drei Höfe, wie sie die Anlage in der Zeichnung von Delsenbach angibt, wurde ein rechteckiger Komplex mit nur einem Hof ausgeführt. Taf. I (Abb. b), Taf. V. Ebenso wurde der Trakt des Haupttores, wie schon an einer früheren Stelle bemerkt, nicht errichtet. Ospel hielt es daher für notwendig, in dem Flügel mit dem Uhrturm ein Haupttor einzu- bauen. Taf. III (Abb. a). Die unsymmetrischen Fensterachsen der Hauptfassade wurden korrigiert. Besonders zu bedauern ist es, dass die am Stadtplatz geplante reich geschwungene Rampenmauer mit den vier Kolossalfiguren der Rossebändiger nicht errichtet wurde. Die Bauakten seit dem Jahr 1722 sind sehr spärlich und geben von der Beteiligung Ospels an diesen Umbauten keine Kunde mehr. Es ist 74
        

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