Anton Johann Ospel als Hofarchitekt der Fürsten von Liechtenstein (Auszug aus der Dissertation: «Der Vorarlberger Architekt Anton Johann Ospel». Eingereicht am Kunsthistorischen Institut der Universität in Innsbruck bei Prof. Dr. Otto Ritter von Lutterotti). von Anton Wilhelm Wenn man von den kulturellen Leistungen des Hauses Liechtenstein spricht, so denkt man in erster Linie an die zur Tradition gewordene Vorliebe seiner Fürsten für das Sammeln von Kunstwerken. Daneben darf aber das grosse Interesse einzelner Vertreter dieses Hauses für die Architektur nicht übersehen werden. Es war vor allem das 17. und 18. Jh., wo die Liechtensteiner sich besonders der Baukunst widmeten. Die bekanntesten Architekten dieser Zeit wie Domenico Martineiii, Johann Lucas von Hildebrandt und Johann Bernhard Fischer von Erlach wurden an den fürstlichen Hof geholt. Ein anderer Architekt, der in dieser Zeit ebenfalls für die Fürsten Bauten ausführte, war Anton Johann Ospel. In meiner Dissertation über sein Leben und Werk konnte ich unter anderem auch auf eine mehrjährige Schaffenszeit dieses Künstlers bei den Fürsten von Liechtenstein hinweisen. Zum besseren Verständnis seiner Persönlichkeit sowie seiner Tätigkeit für das Fürsten- haus sei daher vorerst noch ein kurzer Überblick über die wichtigsten Lebensdaten dieses Architekten gegeben. Anton Johann Ospel war am 2. Juni 1677 in Klösterle am Arlberg geboren. Mehr ist uns aus seiner Kindheit nicht überliefert. Zwischen 1693 und 1700 reiste der junge Ospel nach Rom, wo er seine ersten künstlerischen Anregungen empfing. Nach 1700 hielt er sich vermutlich in Wien auf, denn wir wissen, dass Ospel 1703 von dort aus mit dem Hofstaate des nachmaligen Kaisers Karl VI, der in Spanien das Erbe König Karls II antreten musste, mit in dieses Land reiste. In Barcelona 69
        

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