Fürstlicher Studienrat Dr. h. c. David Beck f von Alexander Frick Eine selten grosse Trauergemeinde begleitete am 25. Mai 1966 unse- ren verehrten Vereinsvorsitzenden, Herrn fürstl. Studienrat Dr. h. c. David Beck, zu dessen letzter Ruhestätte. Eine schier greifbare Weh- mutsstimmung erfüllte die Luft dieses Frühlingsmorgens. Alle waren von tiefer Trauer ergriffen: die Gattin hatte ihren treubesorgten, lieben Ehemann verloren, die Kinder trauerten um ihren herzensguten Vater, der Lehrerschaft hatte der Tod einen wirklich liebwerten Kollegen ent- rissen, die vielen in- und ausländischen Freunde nahmen mit wehem Herzen Abschied; die Heimat als Ganzes war um eine starke Persön- lichkeit ärmer geworden, eine Persönlichkeit, die zeitlebens an der Untermauerung der geistigen Fundamente unseres Staates arbeitete, und unser Verein beklagte den Verlust seines amtierenden Präsidenten, seines ersten und besten Mannes. Ich will versuchen, den Werdegang, die Person und die grossen Verdienste des Dahingeschiedenen mit einigen Strichen zu umreissen: Triesenberg, die sonnige alte Walsergemeinde war sein Heimats- und Geburtsort; sein Geburtstag war der 10. Mai 1893. Schon während der ganzen Schulzeit und auch nach dem Verlassen der Volksschule arbeitete David im väterlichen landwirtschaftlichen Betrieb. Erst mit 22 Jahren, also in einem Alter, in dem die meisten Volksschullehrer die Studien schon hinter sich haben, trat der überaus talentierte Trie- senberger in das Lehrerseminar in Feldkirch ein, wo er im Juli 1919 die Lehramtsprüfung mit Erfolg bestand. Seine ganzen Studien fielen in die harte Zeit des Ersten Weltkrieges, der gegen Schluss vor allem der Hunger seinen Stempel aufdrückte. Die erste Anstellung fand der junge Lehrer noch im Jahre 1919 in seiner Heimatgemeinde, die er erst
        

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