d) «Drei Sommer in Tirol» heisst eine sehr eingehende Beschrei- bung von Tirol und Vorarlberg — auch das Fürstentum Liechtenstein ist darin kurz berührt — welche Prof. Ludwig Steub zum Verfasser hat und im Jahre 1846 in München erschienen ist. Bei der Beschreibung der Gemeinde Sonntag kommt Steub auf Seite 101 auch auf Uli Maris zu sprechen in dem er schreibt: «Übrigens ist darin auch ein Jahrtag gestiftet für jene Kämpfer aus dieser Pfarre, die am 20. April 1499 in der unglücklichen Schlacht bei Frastanz unter dem Schwert der Eidgenossen gefallen sind. Die Namen der Gebliebenen, deren es 46 waren, wurden vordem noch alle Jahre in der Kirche verlesen. Jene Schlacht war wohl die blutigste, welche in Vorarlberg je gekämpft wor- den ist. Ein Verräter Ulrich Malis aus Schaan bei Vaduz, führte die Feinde, deren Hauptmann Heine Wohlleb aus Uri war, auf geheimen Wegen in den Rücken des österreichischen Heeres. Noch soll es in Frastenz in Übung seyn, dass am Dienstage in der Bittwoche der Umgang auf dem Schlachtfelde inne hält, für die gefallenen Landesvertheidiger laut betet, und auch vom Verräther Meldung thut, um sein Andenken auf ewige Zeiten zu schänden». e) In einer Auseinandersetzung unserer Landesherren über die Zuständigkeit des Rankweiler Landgerichtes, die sich gegen Ende des 16. Jahrhunderts zutrug, befindet sich als Beilage die Abschrift eines Achtbuches der Grafen von Sulz, das anfangs des 16. Jahrhunderts angelegt wurde. In diesem Achtbuch wird zweimal ein Uli Mariss zur Küchen erwähnt und zwar in den Jahren 1504 und 1505. Diese Ab- schrift liegt im Hausarchiv des regierenden Fürsten von Liechtenstein auf Schloss Vaduz. Die oben erwähnten Einträge lauten wie folgt: Fol. 2 Virich Mares, genandt zu Küchen von Schan ist mit Vrthell vnd Recht in Acht kommen von Vngehorsam vnd Clag wegen Virich Weinstains von Veldtkirch an Freytag St. Veits abent anno quarto Fol. 3 Virich Mares genandt zur Küchen ist mit Vrthell vnd Recht in Acht kommen von Vngehorsam und Clag wegen Joseph Lit- schers von Veitkirch an Mittwoch nach Mitfasten anno quinto». Die genaue Transcription der beiden Daten ist: 14. Juni 1504 und 5. März 1505. 42
        

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