Zwei Jahre nach der Schlacht bei Aspern war der Fürst Mitglied einer Gesandtschaft, die zu Napoleon geschickt wurde. Vom Zusam- mentreffen der beiden Männer ist eine Anekdote überliefert. Napoleon sah den Maria-Theresien-Orden, nahm ihn in die Hand und fragte: «Ist das für den Fürsten Kinsky?» «Nein, Herr, für die Schlacht bei Aspern», war die kurze Antwort. Fürst Ferdinand wurde auch als Kunstförderer bekannt. Die Kunst- mäzene Erzherzog Rudolf, Fürst Lobkowitz und Fürst Kinsky schlössen sich zusammen, um Ludwig van Beethoven gemeinsam ein Jahres- gehalt von 4000 Gulden zu widmen und ihn so vor materiellen Sorgen zu sichern. Eine Nichte von Fürst Ferdinand, Gräfin Franziska, schloss mit Fürst Alois II. von Liechtenstein die Ehe. Fürst Johannes II. war beim Tode des Vaters noch nicht volljährig, und seine Mutter führte für ihn die Regentschaft. Fürstin Franziska war die einzige Frau, die jemals die Geschicke unseres Landes leitete. IN NEUERER ZEIT Der Sohn des Fürsten 
Ferdinand, Rudolf Fürst Kinsky, starb wie sein Vater in jungen Jahren. Ein Mann von hoher Bildung und edler Gesinnung war er ein begeisterter Freund und Kenner der Landeskunde Böhmens, und zusammen mit dem bekannten tschechischen Historiker Franz Palacky gründete er die «matice ceska», eine Vereinigung zur Pflege der Volkskultur, welche besonders die Sprachforschung, Ge- schichtsschreibung und tschechische Dichtung förderte. Fürst Rudolf starb als kaiserlicher Statthalter von Oberösterreich. Eine Nichte von Fürst Rudolf war die Mutter der Gräfin Sophie Chotek, der Gattin des österreichischen Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand, der ein Bruder der Mutter unseres Landesfürsten gewesen ist. Zusammen mit ihrem Gemahl wurde sie am 28. Juni 1914 in Sarajewo ermordet. Sein 
Sohn Fürst Ferdinand Bonaventura (geb. 1824) heiratete Maria Prinzessin von und zu Liechtenstein aus der jüngeren Karlinischen Linie des Fürstenhauses, und aus der Ehe gingen drei Söhne und vier 25
        

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