— 257 — p. 8 V a d u c z Jtem die gemain järlich Landstür der Herrschaft / V a d u c z , ist vber die iiii lib. die ainem amann / Vnd och vber die iiii lib. die ainem waibil, jn - / zü ziehen järlich dar von gehörend - Nämlich — Lxxx viiii lib. Pfg. Der Zoll zü V a d u c z zü gemainen Jarren vf — iiiC guldi / da von zinst ain Herrschaft den Chor — / heren zü kür järlich — ii lib. Pfg. Vss dem Hübamt zü veltkirch1 järlich vff micha - / hele hunderrt guldi zins, macht — Lxxx vii Lib. x Schilling Pfg. 
2 JeJichi tafern zü V a d u c z gibt järlich xv Schilling Pfg. der sind Jecz zwo machend — 1 lib. x Schilling Pfg. p. 9 Vermerckt die Hübguter,1 vnd andre lehen / zu Vaducz Lutz Brunharrt hat jnn dise vier stuck, die der / L i f e r vor jngehebt hat, Vnd sol dise Hüb zwo / ballen vff der rod ferrtigen — 1 Jtem ainen acker jn gagalzil,2 jn schaner veld3 gelegen / Stost abwerrt an die meder,4 vfwerrt, vnd och jnwerrt / gern dorff an stoffil fritschen erben güt, vswert an ain / güt ge- nannt der büttil-5 P. 
8 1 Das Hubamt war in Feldkirch die oberste Finanzbehörde Österreichs. 2 Die Stelle eignet sich gut zur Berechnung der damaligen Währung. 100 Gul- den sind also 87 Pfund 10 Schilling. Die runde Summe von 100 Gulden kommt aus der Verpflichtung Kaiser Maximilians, für die Offenhaltung der Burgen Neuschellenberg und Vaduz durch die Flerren von Vaduz und Schellenberg, an diese 200 Gulden zu entrichten. Hier wird der halbe Betrag, die Summe für Vaduz, angeführt. Die Vereinbarung Kaiser Maximilians mit Ludwig von Bran- dis datiert aus dem Jahre 1505 Mai 3. (Kdm. 178; 280; JbL. 1936, 91, Ritter). Michaelstag ist der 29. September. p. 9 1 hübgüter, Hubgüter sind herrschaftliche Bauernhöfe, und dem Hubamt oblag die Verwaltung dieser Höfe. Vgl. p. 28 Anmerk. 1. — 2 gagalzil, 
gagalczil, dürfte am ehesten im Zusammenhang mit Garsill stehen. Schaan IIa; JbL. 1911, 43. Vgl. in diesem Urbar p. 13 Anmerk. 4 ;p. 43 Anmerk. 7; p. 45 Anmerk. 1. — 3 schaner veld, identisch mit Quader in Schaan Ia; JbL. 1911, 86, 95. — 4 meder, Mähder, Schaan VI; JbL. 1911, 71. - 5 büttil, vgl. JbL. 1911, 29; JbL. 1906, 64 (Büchel).
        

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