1746: Böhmischer Fürstenstand in Primogenitur. (Der Erstgeborene trägt den Titel Fürst und ist Majoratsherr, die Nachgeborenen führen den Namen Graf bezw. Gräfin Kinsky von Wchinitz und Tettau). Mit der Verleihung der Fürstenwürde ist das Recht verbunden, Fürstenhut und Fürstenmantel zu dem in der Familie seit Jahr- hunderten gebrauchten Wappen zu verwenden, das im Schild, vom Rande ausgehend, drei abwärts gebogene Wolfszähne zeigt. 1747: Verleihung der Reichsfürstenwürde durch Kaiser Franz I. 1861: Erbliche Mitgliedschaft im Herrenhause des österreichischen Reichsrates. 1905: Verleihung des Prädikates «Durchlaucht» in Primogenitur durch Kaiser Franz Joseph. ALTE GESCHICHTE BIS ZUM ENDE DES DREISSIGJÄHRIGEN KRIEGES In einer überaus grossen Zahl von Urkunden aus böhmischen Ar- chiven finden wir immer wieder Adelige des Geschlechtes in Kauf und Verkauf, Tausch und Erbschaft und in öffentlichen Ämtern vertreten, und zwar in mehreren Zweigen. Nach dem Gute Oparno wird der Oparner Zweig benannt, von dem alle jetzt lebenden Träger des Na- mens Kinsky abstammen. Der Güterbesitz wird von Generation zu Ge- neration vermehrt, und schon im Mittelalter gehört das Haus Chynsky zu den angesehensten Familien des böhmischen Adels. Im Jahre 1543 wird das Stammgut Wchynitz verkauft. Wie die meisten böhmischen und mährischen Adeligen (und eine Zeitlang auch einzelne Angehörige des Hauses Liechtenstein) neigten die Kinsky der Lehre des tschechischen Reformators Hus zu, aber der gemässigten Richtung der Utraquisten. Diese Glaubensrichtung be- stimmte das Schicksal mancher Angehöriger des Hauses Kinsky in den Auseinandersetzungen, die zum Dreissigjährigen Kriege führten. 17
        

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