Sie holten einen Kapuziner, der ihn ins Lawenatobel bannen sollte. Es gelang ihm, den Geist in einen leeren Schmalzkübel zu bannen, aber er vermochte nicht, ihn allein zu tragen, und darum holte er einen Bauern zu Hilfe. Auch mit vereinten Kräften brachten sie ihn nicht ins Tobel hinaus, sondern nur ins Gartnetsch unter dem Eingang zum Lawenatobel. Dort liessen sie ihn und kehrten heim. Seither geistet der Gerbitüfel draussen in der Einsamkeit, und er hat von da an keinen Menschen mehr gestört. DER GEIST AUF PROFATSCHENG ' 129 Ein Triesenberger Bauer hatte auf Profatscheng einen Stall. Weil es ihm am Abend zu weit zum Heimgehen war, wollte er nach dem Füt- tern drin übernachten. Er schlief noch nicht lange, als er durch ein unheimliches Geräusch aufwachte. Durch das Stallfenster stieg ein grosser, schwarzer Hund herein, setzte sich vor ihn und wich nicht, bis der Morgen graute. Mehrere Nächte ging es so, und schliesslich vermauerte der Bauer das Fenster, durch das der Hund immer einstieg, aber es nützte nichts, denn noch am gleichen Abend kam das Tier durch das vermauerte Fenster, und dem geplagten Manne, der sich noch mehr fürchtete, blieb fortan nichts übrig, als jeden Abend den weiten Weg nach Hause zu nehmen. DER GEIST DES SOLDATEN 130 Eine Schaanerin hatte einmal dort eine unheimliche Begegnung, wo jetzt das Kreuz beim Schulhaus Ebenholz steht. Eines Nachts kam sie von einem Besuche in Vaduz an dieser Stelle vorbei. Beim alten Kreuze sah sie einen Soldaten, der daneben stand und Bewegungen machte, als wollte er etwas ausgraben. Ein grosser Schreck überkam sie, und in ihrer Angst umklammerte sie das Kreuz und betete. Sie konnte die Uniform, die Kappe und den Säbel des Soldaten genau erkennen. 99
        

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