möglich, aus dem Zuge herauszukommen, und sie musste einfach mit ihm über die Strasse. Als das Nachtvolk bei der Kirche vorbeiging, erklang das Tagläuten, sie war wieder ganz allein auf dem Weg und es schien ihr, als wäre das Nachtvolk schräg durch den Boden hinuntergefahren. Am anderen Tage starb ein Mädchen aus dem Steinort, das sie im Zuge gesehen hatte. DIE GEISTER IN DER. SILVESTERNACHT 117 Früher glaubte man am Triesenberg, wenn man in der Silvester- nacht um zwölf in die Kirche gehe, sehe man alle Verstorbenen des vergangenen Jahres, und einer lese ihre Namen herunter, und das sei dann der Nächststerbende. Ein Neugieriger stellte sich zu Silvester in der Mitternacht in die Kirche und versteckte sich auf der Empore. Fünfzehn Geister kamen der Reihe nach zur Kirche herein und versammelten sich um die Kan- zel. Ein Lebender las ihre Namen, aber zuletzt sagte er: «Komm auch du, du hast dich auf der Orgel versteckt!» Totenbleich schlich der Mann zu den Geistern, und auf einmal verschwand alles. Als ihn die Frau am Neujahrmorgen wecken wollte, lag er tot im Bett. 92
        

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