Ein dreibändiges Werk über das Bürgerhaus Graubündens erschien in den Jahren 1923 bis 1925. Vier Jahre später überraschte Poeschel die Freunde der Kunstgeschichte mit dem umfassenden Werk über die Burgen Graubündens, das heute noch seinesgleichen sucht. In sieben Bänden bearbeitete Poeschel die Kunstdenkmäler Graubündens in ei- ner geradezu faszinierenden, einmaligen Art. Dr. Rudolf Jenny, Staats- archivar in Chur, schreibt in seinem Buch «Einbürgerungen 1800 bis 1960» : «Graubünden war unter den schweizerischen Kantonen der erste, welcher sich rühmen durfte, über eine abgeschlossene Inventari- sation seiner Kunstschätze zu verfügen, ein Ruhm, welcher ausschliess- lich dem begabten Bearbeiter der «Kunstdenkmäler Graubündens» zu- zuschreiben ist, wobei es erstaunlich und rätselhaft erscheint, wie rasch, intensiv und feinfühlend sich Erwin Poeschel in die zunächst fast gren- zenlos anmutende Welt des bündnerischen Kunst- und Kulturgutes ein- zufühlen wusste, war dieser grosse Gelehrte doch vorerst weder ein Bündner noch ein Kunsthistoriker, sondern ein Rechtsanwalt, welcher aus seiner bayerischen Heimat kommend im Januar 1913 Davos er- reichte und Genesung suchte in der hellen, reinen Luft der sonnen- durchfluteten Landschaft von Davos». Neben seinen Hauptwerken hat sich Poeschel in schier ungezählten Abhandlungen in wissenschaftlichen Zeitschriften und in der Tages- presse immer wieder mit der Kunst, Kultur und Geschichte in einer sehr subtilen, feinen Sprache auseinandergesetzt. Diese ausserordent- lichen Verdienste Poeschels um die Wissenschaft und Forschung wur- den von der Universität Zürich mit der Verleihung des. Ehrendoktorates gewürdigt. * x * Mit Gesetz vom 28. II. 1944 betreffend den Denkmalschutz hatte die fürstliche Regierung den Auftrag erhalten, sämtliche Kunstdenk- mäler des Landes aufnehmen zu lassen. Die Wahl des Bearbeiters unserer Kunstdenkmäler war für die Regierung leicht gemacht, denn 10
        

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