— 233 — Literatur: Tschudi G., Chronikon Helveticum I., Basel 1734; Eich- horn A., Episcopatus Curiensis in Rhaetia sub Metropoli Moguntina chronologice ac diplomatice, St. Blasien 1797; Lichnowsky E. M., Geschichte des Hauses Habsburg IV. V., Wien 183911841; Mohr Th. ,v., Codex diplomaticus Rhaetiae, Chur 1848/74; KB. 207 ff.; Katalog des Bischofs Anton Flugi, XXX. Jahresbericht der Historisch-Antiquarischen Ges. Graub. 1900; Altmann W.,. Urkunden Kaiser Siegmunds 1., Innsbruck 1896; Krüger E., Die Grafen von Werdenberg-Heiligen- berg, Mitteilung zur vaterländischen Geschichte XXII., 1887; Mayer J. G., Hart- mann II. von Vaduz, Bischof von Chur, Jahrb. f. Schweiz. Geschichte XXVII. 1902, 3 ff.; Campell U., Hisloria Raetica, Quellen z. Schweizerischen Gesch. VIII, Kap. 30; JbL. 1935, 3 ff. (Diebolder); JbL. 1936, 63 ff. (Ritter); JbL. 1937, 101 ff. (Diebolder). Zum Datum : In der Zeit von 1391 Januar 25. (Pauli Bekehrung) bis zum März 1392 lagen Bischof Hartmann von Chur und Herzog Albrecht in Fehde, da der Herzog die Wahl des Grafen von Werdenberg-Vaduz zum Bischof von Chur nicht anerkennen wollte (Ladurner ]., Die Vögte von Mätsch, Zeit- schr. d. Ferdinandeums, II. Abtheilung, Heft 17, 1872, 10). Herzog Albrecht be- sass in diesem Krieg mit grosser Wahrscheinlichkeit die Unterstützung der Vögte von Mätsch (Ladurner /., 1. c, 1872, 10 f.). So beziehen sich die ersten Absätze der Beschwerdeschrift auf die obigen Ereignisse. Im Jahre 1392 Sep- tember 3. fiel dann Bischof Hartmann im Kriegszug gegen die von Mätsch ins Münstertal ein, nachdem er überraschend mit dem österreichischen Herzog Frieden geschlossen hatte. — Eines der spätesten Daten in der Klageschrift be- zieht sich auf die erfolglosen, ersten Vermittlungsversuche Zürichs im Streit der Bischöfe von Chur mit den Vögten von Mätsch. Die Schlichtungsversuche Zürichs aber erstreckten sich auf die Zeit zwischen 1418 September 30. und 1420 Juni 3. (Eidgenössische Abschiede I., 1874, 204, 230). Der Friede wurde 1421 Mai 17. geschlossen (Ladurner ]., I. c, 1872, 99 ff.). Das in der Urkunde früheste Datum bezieht sich allerdings auf die Urkunde Kaiser Otto III. von 988 Oktober 20. (vgl. Anmerk. 3). Dann folgen die späteren kaiserlichen Briefe. Schliesslich ist die Ermordung des Abtes Hermann von Marienberg (1304 August) erwähnt (vgl. Anmerk. 29), und auch die Politik der Mätscher gegen die Mailänder Herzoge (um 1350 — 1357) wird mit einigen Sätzen erwähnt. Das eigentliche Thema aber der Beschwerdeschrift ist in den oben gesetzten Daten umgrenzt. Zur Urkunde: Die Beziehungen in der liechtensteinischen Landesge- schichte zu den Vögten von Mätsch sind manigfacher Art. Einmal waren die Grafen von Werdenberg-Sargans seit 1322 durch Heirat mit den Vögten von Mätsch verwandt. Und gerade diese Heirat war ein Anlass für verschiedene Verpfändungen der Grafen von Werdenberg-Sargans an die Vögte von Mätsch. Die Lösung alter, verbriefter Ansprüche oder auch nur deren Anerkennung durch Bischof Hartmann, Graf von Werdenberg-Vaduz (f 1416), war neben vielen ande- ren gegenseitigen Forderungen und Beschuldigungen ein Streitpunkt in den Aus- einandersetzungen Bischof Hartmanns mit den Vögten von Mätsch. Im einzel-
        

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