- 231 - und sei verfallen, weil Österreich alle Rechte auf der Festung uns und unserem Stift gegeben habe, obwohl sie kein Recht dazu ge4 habt hätten. ; Jtem wie oben geschrieben steht, haben die von Mätsch1 unserem Gotteshaus grosse Beschwernisse zugefügt, und es ist berichtet worden* wie sie jetzt viele Jahre unser und unser Leute Gült, Nutzen und Zins eingenommen haben. Damit aber haben sie sich nicht begnügt. Seit damals, als wir zum Gotteshaus gekommen sind, und auch seit wir letztes Jahr von Friedensverhandlungen in Z ü r i c h58 geschieden sind; haben Sie uns und den Unsern viel Beschwernis und Schaden zugefügt; Sie wollten die Unsern vom E n g a d i n oder von unsern andern Tälern im Vintschgau mit ihren Kunden nicht verkehren lassen: Sie wollten sie nicht ihren Erwerb treiben lassen mit Kaufen und Ver-j kaufen. Sie haben die Unsern gefangen, Leids getan und Abgaben ver-} langt. Sie haben ihnen verwehrt Korn zu führen, obwohl wir doch von unsern Herren von Österreich ausdrücklich Befehl und Willens-- äusserungen hatten, dass die Unsern unbehelligt bleiben sollten. ! Jtem haben sie den Unsern auch in diesem Jahr eine Zeitlang auf der Strasse 95 Ochsen aufgehalten. Die Unseren mussten sie um 500 Dukaten ausbürgen. j Jtem sind auch viele unserer Gotteshausleute im Vintschgau und an der Etsch, die denen von Mätsch1 während der Kriege nicht geschworen hatten. Diese haben die von Mätsch1 heuer ge- zwungen, ihnen zu schwören und zu dienen. Die von Mätsch1 haben wider Gebot und Willen der Hauptleute und Räte unserer Herr- schaft von Österreich die Übeltat getan und Neuerungen durch- geführt. Jtem haben wir auch viele Gotteshausleute, die zu Fürsten- bürg32 gehören, die jene von Mätsch1 zwingen möchten, ihnen zu schwören, und wenn sie das nicht tun wollten, so müssten sie von' Haus, Hof und allem weichen und fliehen, und sie müssten grosse Armut fern ihrer Heimat erleiden, und die von Mätsch1 würden ihre Güter geniessen. Jtem die von Zürich58 wollten in der letzten, vergangenen Fasten und auch darnach an uns herantreten, um mit denen von
        

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