- 225 — Da nahmen sich der edle Heinrich von R o 11 e n b u r g 
35 der Ältere, Hauptmann an der Etsch, und viele andere Herren, Ritter und Knechte der Grafschaft Tirol der Angelegenheit an. Da wurde über die Sache eine Vermittlung anberaumt, erst nach P e 11 n e u in der Grafschaft Tirol,30 dann nach Feldkirch,37 dann nach Baden und anderswohin. Über alles das haben wir versiegelte Briefe. Und der vorgenannte Bischof Hartmann32 hatte alle diese Tage besucht und ist allem nachgekommen mit grossen Unkosten, Ausgaben, Aufwand, ohne dass ihm ein Endurteil zuteil werden mochte. Darnach kamen beide Teile, Bischof Hartmann32 und die von Mätsch,1 überein, alle Ihre Ansprüche zur Beurteilung dem durch- lauchtigsten und hochgeborenen Fürsten und Herrn, Herzog Leo- pold von Österreich15 selig, und seinen Räten vorzulegen. Die- ser beschied beide Teile zu einem Gerichtstag nach Rheinfelden.38 Beide Parteien kamen dorthin. Da wurde der von Mätsch26 gefragt, aus welchem Rechtstitel er die Vogtei genossen hätte. Der von Mätsch20 antwortete, er hätte die Vogteien von einem Bischof von Chur zu Lehen. Da wurde in diesem Prozess von Herzog Leo- pold15 und seinen Räten entschieden: Nachdem der von Mätsch26 geständig ist, dass er die Vogtei imVintschgau von einem Bischof von Chur zu Lehen habe, und der Bischof aber nicht zugab, dass er denen von Mätsch1 die Lehen verliehen habe, so soll der Bischof denen von Mätsch1 die Vogteien wieder übergeben. Zugleich möge der Bischof denen von Mätsch1 wegen der Vogteien vor Gotteshaus- mannen, die Wappensgenossen31' sind, einen Termin setzen. Und was dann da nach Red und Widerred, mit Briefen oder Kundschaften vor den Männern oder ihrem Mehrteil als Recht erfunden wird, dabei soll es bleiben. Hierüber haben wir Herzog Leopolds versiegelten Spruch- brief: Also wurden die von Mätsch1 durch Bischof Hartmann32 in die Vogtei wieder eingesetzt, nach dem Laut des Spruchbriefs. Zu- gleich wurde denen von Mätsch1 der Gerichtstag nach Chur, nach des Spruchbriefs Wortlaut, vor die Gotteshausmannen verkündet. Und Bischof Hartmann32 klagte vor den Mannen wegen der Vogtei und allem Schaden. Es waren viele Gotteshausmannen anwesend, Gra- fen, Freie, Ritter und Knechte, worüber wir Spruchbriefe besitzen.40 Jtem ist auch zu wissen, dass zur Zeit, als Bischof Hartmann32 und der Alte von Mätsch20 in Rheinfelden41 bei Herzog
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.