- 205 — gedachten beeder herrschafften fürgesezten / Obrigkhaiten vnnd ampt- leüthen herren Gabriel Dionisien von / Schellenbergs.3 vnnd herren Sigmunden Rainolts4 aignen angebor -/nen vnnd adelichen hieranhanngenden jnnsigelen (doch jnen/vnnd den zusäzen. auch jr aller erben in alweg ohn schaden.) // verfertigt, vnnd 'jeden- thail ainen zügestöllt worden. Be - / schehen vnnd geben vff Montag den ainvnndzwainzigisten tag dess / Monats jülii. als man zalt nach Christi vnnsers lieben herren / haylanndt vnnd Seeligmachers gebürth. Sechzehenhündert vnnd / drey Jhar. Original: Gemeindearchiv Planken. Pergamentheft von sechs Blättern 30 X 29 cm. Eine farbige Hanfschnur heftet die Blätter. An der Schnur drei Siegel in Holzbüchsen. — 1. Siegel: «... SCHELLENBERG . . . 
». In der Chronik der Pfarre von Kislegg wird das Wappen der Herren von Schellenberg, so wie es sich an dieser Urkunde befindet, wie folgt beschrieben: «Ein Schild vier gelben oder goldfarbenen und vier schwarzen gleichen Strichen überzwerch geteilt; auf dem Schild ein Turnierhelm, geziert mit einer weissen und roten Helmdecke, darauf zwei Büffelhörner, das vordere weiss und das hintere rot, die Mundlöcher von einander 
abgewandt». (JbL. 1908, 82, Büchel). Rundes Siegel. Durchmesser 3,8 cm. 2. Siegel: «... AINOLT .. . 
NDT». Siegel des sulzi- schen Landvogtes Sigmund Rainolt. In barockem Schild Steinbockhorn, darüber Helm mit Zier und Steinbockhorn als Bekrönung. Rundes, rotes Siegel. Durch- messer 3,8 cm. - 3. Siegel: «S. ANNDREAS. 
CAPPITEL». Alt-Stadtammann von Feldkirch. Drei Sparren im Schild. Auf dem Schild, Helm mit Zier, bekrönt mit männlichem Torso. Rundes, braunes Siegel. Durchmesser 3,8 cm. (Deckel der runden Holzbüchse fehlt). Reges ten: JbL. 1906, 98, n. 905 (Büchel); JbL. 1908, 121 n. 67 (Schädler); Klenze v., 23 ff. (umfassender Auszug); JbL. 1947, 21 f. (Frick, teilweise Wiedergabe). Erwähnt: JbL. 1914, 59 (Büchel). Zur Urkunde: Sarojen spielte in der hoch- und spätmittelalterlichen Geographie eine weit grössere Rolle als heute. Bilgeri hat schlüssig — entgegen anderen, älteren Deutungen — das im weitgespannten Landfriedensbereich von 1319 November 10. genannte «Soloyen» mit dem heutigen Saroja identifiziert. (Vgl. Bilgeri B., Geograph. Grundlagen der Gesch. Vorarlbergs, Festschrift d. Geograph. Ges. Wien 1956, 54; LUB. 113, 48, 155, 301 f., mit weiteren Hin- weisen zur älteren Literatur; Urkundenbuch der Stadt u. Landschaft Zürich XII., 230 n. 3632a). Und in der Zeit nach 1319 besass der heutige Saroja-Pass als Grenzpunkt im 'Brandisischen und Sulzischen Jagdgebiet (JbL. 1938, 93 ff.,
        

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