— 193 — ein jeder von uns Bischöfen für ewige Zeiten vierzig Tage Ablass, wenn dem der Diözesanbischof zustimmt. Zum Zeugnis für diese Ver- leihung gewähren wir gegenwärtigen Brief, besiegelt mit unseren Sie- geln des päpstlichen Offiziums, gegeben in Konstanz, im Erzbis- tum Mainz, in der Sedisvakanz, am 16. November im Jahre 141510 nach der Geburt des Herrn. Original: Pfarreiarchiv Triesen. Pergament 42 cm X 66 cm; seitlich 7,2 cm breiter Rand, oben 2,5 cm, unten 9,5 cm breite Plica. Grosse Initiale. Vorlinierung gut ersichtlich; gerade Zeilenführung. Von den ursprünglichen 7 Siegeln hangen noch 5, drei davon nurmehr Bruchstücke. Sie Siegel hangen an Hanfschnüren. — 1. «S. DNI. GENTI . . . 
». Im roten Siegelfeld heiliger Petrus im Ornat mit Tiara und Schlüssel, darunter in gotischem Schrein knieender Bischof, neben ihm Spitzschild mit drei Zinnen nach oben und zwei dem Spitz zu. Spitzovales Siegel in tiefer Wachshülle, die in der unteren Hälfte beschä- digt ist. Flacher Rücken. 8 X 4,8 cm. — 2. « . . I. EPI. 
». Rotes Siegelfeld stark zerstört, Kopf einer Heiligenfigur noch erhalten. Darunter knieender Bischof, neben ihm links Spitzschild mit aufrecht schreitendem Wappentier. Ehedem spitzovales Siegel in Wachsschüssel mit spitzem Rückgrat. 6,6 X 3,5 cm. — 3. «EPI NOLIANI. .. 
». Zur Hälfte zerstörtes rotes, spitzovales Siegelfeld mit Madonna und Kind in gotischem Altarschrein. Das Siegel lag in einer tiefen Wachshülle mit spitzem Rücken. 5X5 cm. - 4. «S . DNI. IOHANNIS . EPISC + IS . 
». Gut erhaltenes rotes, spitzovales Siegel: Madonna mit Kind über einfachem Rankenwerk. Darunter knieender Bischof im Ornat. Weiter unten: kleiner Spitzschild quergeteilt, in der oberen Hälfte Pferdekopf. Das Siegel liegt in einer kräftigen Wachshülle mit rundem Rücken. In diesen eingeritzt schwach lesbar, in alter Schrift: «haddu». 5,6 X 3,1 cm. — Die Siegel der Bischöfe von Assisi und Cefalü sind verloren gegangen. — Taf. XI. Literatur : JbL. 1902,18 ff. (Büchel); JbL. 1960,161 (Seger); Kdm. 130 ff. a Grosse Initiale mit pflanzlicher Ornamentik. b Das Wort ist stark in die Länge gezogen, und vor Salutem steht ein längeres ornamentales Zeichen. 1 Geniiiis d'Ajello, Bischof von Nicastro (Kathedrale SS. Petri et Pauli), erwähnt 1399 — 1418; Nicastro in Siiditalien, Suffraganbistum von Reggio; Gentiiis war vorher (nach 1385) Bischof von San Marco (Unter- italien), nahm am Konzil in Konstanz teil und war zuletzt Bischof von Sessa. — Eubel C., Hierarchia Catholica I, Monasterii 1913, 328, 361 f; Garns P. B., Series Episcoporum, Ratisbonae 1873, 893, 905, 921; Streit C., Atlas Hierarchicus, Paderbornae 1929, Taf. 5, L 8, 9. 2 Franziscus d'Agello, als Bischof von Todi in Mittelitalien 1407 — 1424 erwähnt; vorher (1394 — 1407) Bischof von Cava, nach 1424 Erzbischof
        

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