läge erfahren zu haben. Der Text verrät keine Beziehung zu Liechten- stein. Das (31) Rechenbuch für die Mittelclasse der liechtensteinischen Volksschulen. Zusammengestellt aus dem 3. und 4. Rechenbuch für Volksschulen von Dr. Fr. Ritter von Mocnik erschien in der ersten Auf- lage in Wien (1881) dann in einer zweiten Auflage (32) in Buchs (1888). Die (33) erste Auflage des Oberklassenrechenbuches ist so selten ge- worden, dass sich kein Exemplar in den öffentlichen Sammlungen im Fürstentum befindet. Auch von diesem kam eine zweite Auflage zu- stande (ebenfalls in Buchs neugedruckt): (34) Rechenbuch für die Ober- classe der Volksschulen und Fortbildungsschulen Liechtensteins. Zusam- mengestellt aus dem 5. Rechenbuch für Volkschulen des Dr. Fr. Ritter von Mocnik. Dieses Werk ist im Gegensatz zu den anderen insofern auf liechtensteinische Verhältnisse angepasst, dass es mehrere rein liech- tensteinische Angelegenheiten unter den Aufgaben enthält, z. B. «Unser Fürst Johann II. wurde am 5. Oktober 1840 geboren und trat am 12. November 1858 die Regierung an; a) wie alt war er damals ? b) wie alt ist er heute? c) wie lange regiert er?» (S. 6) und «Liechtenstein hat 9593 Einwohner; wie viel betragen 15% davon?» (S. 35). Ein interes- santes (und praktisches) Beispiel, für die doppelte Grenzlage Liechten- steins bietet folgende Aufgabe: «In'Feldkirch kostet 1 kg Ochsenfleisch 72 kr., in Buchs dagegen 1 Fr. 50 Rp. Wo kauft man billiger . .. ?» (S. 59). Gegen Ende des ersten Jahrzehnts unseres Jahrhunderts — also noch einige Zeit, bevor man an den Zollanschluss an die Schweiz dachte — gingen die liechtensteinischen Schulen auf ein schweizerisches Lehr- mittel für den Rechenunterricht über. Es handelt sich um eine weitere Bearbeitung eines fremden Werkes, diesmal die schon bewährten Re- chenbücher des Liestaler Lehrers Justin Stöcklin. Das (35) Rechenbuch für die Mittelklasse der Elementarschulen des Fürstentums Liechtenstein kam 1908 heraus; das (36) Rechenbuch für die Oberklasse der Elemen- tar- und Fortbildungsschulen des Fürstentums Liechtenstein hingegen ein Jahr früher. Beide enthalten den Vermerk: «Auf Grund der Rechen- bücher für schweizerische Volksschulen von Justin Stöcklin ausgear- beitet von einer Kommission». (Eine ähnliche Ausgabe für die Unter- klasse lag nicht vor). Das Vorwort erläutert die Gründe für. das Bedürf- nis nach diesem neuen Werk: «Die Einführung der Kronen Währung, die veränderten Lebens- und Erwerbsbedingungen, endlich der Fort- schritt und die Vervollkommnung der Rechenmethode machten eine 244
        

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