sämtliche Liechtensteiner Lehrlinge ein Exemplar bekommen werden, was sicher sehr vorteilhaft wäre. Dadurch würde das Werk auch als Lehrmittel in den von Liechtensteinern besuchten Schweizer Gewerbe- schulen dienen. Es ist dies ein schmuckes, gefälliges Bändchen, welches einen konziseri und prägnanten Überblick über die Einrichtungen des liechtensteinischen Staates enthält. Der Redaktor des Liechtensteiner Volksblattes57) nennt es treffend: «Eine Fibel, die Aufbau und Funktion unseres Staatswesens in allgemein verständlicher Form darlegt». Auch die liechtensteinische Verfassung (vom 5. Oktober 1921) diente zeitweise als Lehrmittel in den Volksschulen. Im Regierungs-Rechen- schaftsbericht für 1924 steht (S. 107) «Notwendig wird sein, einen Leit- faden für den Unterricht in Gesetzeskunde auszuarbeiten, in dem das Wichtigste aus Verfassung, Referendumsgesetz, Gemeindegesetz etc. enthalten ist. Vorläufig hat jeder Schüler, der in Bürgerkunde unter- richtet werden soll, ein Exemplar der Verfassung erhalten». Im näch- sten Bericht58) ist sogar die Rede vom neuen Fach «Verfassungskunde», das im achten und neunten Jahr der Volksschule sowie in der Fortbil- dungsschule unterrichtet wurde. Ges chäfts aufs ätze Ein Liechtensteiner Lehrerkomitee arbeitete im Jahre 1892 ein Werk aus, das unter folgendem Titel erschien: (24) Geschäftsaufsätze. Beispielsammlung zum Gebrauche für die liechtensteinischen Fort- bildungsschulen. Es besteht aus einer Sammlung von allen möglichen Korrespondenzbeispielen, die man für den Geschäftsverkehr sowie für den Verkehr mit den Behörden benötigt, z. B. Quittungen, Anzeigen, Verträge, Telegramme, Eingaben, Zeugnisse u. dgl. Im Anhang findet sich ein Nachschlageteil mit Posttarifen, Stempelgebühren usw. sowie eine Erläuterung des liechtensteinischen Grundbuches und Katasters. Das Werk ist durchwegs auf liechtensteinische Verhältnisse und Be- dürfnisse zugeschnitten und hat auch als praktisches Handbuch ausser r'7) wbw, im «Kommentar» der Nummer vom 11. 12. 1965. r,s) Regierungs-Rechenschaftsbericht für 1925, S. 66. 238
        

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