dass Dr. Rupert Ritters «Geschichte und Stammbaum des fürstlichen Hauses Liechtenstein» (Sonderdruck aus Band 43 des Jahrbuches des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein, Schaan, 1943) an alle Schulkinder des Landes als Weihnachtsgeschenk S. D. des Landesfürsten im Jahre 1944 ausgeteilt wurde. Staatsbürgerkunde Es handelt sich hier um ein etwas umstrittenes Gebiet! Im Laufe dieses Jahrhunderts sind verschiedene Entwürfe einer liechtensteini- schen Staatsbürgerkunde für den Schulgebrauch gemacht worden, aber erst in der allerletzten Zeit ist etwas Konkretes zustande gekommen. In den 30er und 40er Jahren erschienen Entwürfe von zwei Lehrkräften (Reallehrer Gebhard Banzer und Lehrer Josef Büchel) und von zwei Rechtsanwälten (Dr. Rupert Ritter und Dr. Viktor Wohlwend), aber alle vier Entwürfe sind aus dem einen oder anderen Grunde nicht ver- wirklicht worden. Der Entwurf, der am ehesten hätte durchgeführt werden können, ist der von Lehrer Josef Büchel. Im Regierungs-Rechenschaftsbericht für 1934 steht (S. 61), dass die Angelegenheit an der amtlichen Lehrer- konferenz im Herbst 1934 besprochen wurde, ohne dass ein Entscheid getroffen worden wäre. Gegen Ende der dreissiger Jahre5"), also während der politischen Krisenzeit, wurde ein «Abriss einer Vaterlandskunde für die liechten- steinischen Schulen» herausgebracht, der auf sechs vervielfältigten Folioseiten eine Anleitung für den patriotischen und bürgerkundlichen Unterricht auf den verschiedenen Stufen nebst Stoffvorschlägen für die Lehrer bot. Erst 1965 erschien endlich die erste (23) Liechtensteinische Staats- bürgerkunde. Sie stammt aus der Feder des Berufsberaters Prof. Otto Seger (damals auch Lehrer an der Realschule Vaduz). Obwohl das Werk in erster Linie für die Jungbürger geschaffen wurde, wird es auch als Lehrmittel in den Realschulen benützt. Weiters wurden alle Lehrer des Landes damit beliefert. Es besteht noch die Möglichkeit, dass in Zukunft 56) Leider konnte ich das genaue Jahr nicht feststellen. 237
        

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