die Erstellung des Fürstensteigs im Jahre 1897. Dazu kommt eine neue farbige Abbildung des Landeswappens mit ausführlicher Beschreibung. Diesmal wird der nunmehr verstorbene Verfasser der Originalausgabe im Vorwort erwähnt. Obschon ein solches Werk an sich immer aktuell wäre, wurde es nach 1898 nicht mehr als separate Publikation herausgegeben. Es ging aber noch nicht völlig ein, da beträchtliche Teile ins Oberklasslesebuch vom Jahre 1914 aufgenommen wurden, und in dieser Form lebte es noch einige Jahrzehnte weiter. Liechtensteinische Geschichte Eine eigens für den Schulgebrauch geschaffene Heimatgeschichte hat es bisher eigentlich nie gegeben, aber zu verschiedenen Zeiten wurde ein solches Werk gewünscht, geplant und sogar vorbereitet. Schon 1844 im oben zitierten Bericht des Schulenoberinspektors Carigiet fährt er nach der angeführten Stelle fort: «Nebst Jais-Lesebuch für die Ute und Biblische Geschichte für die Illte und IVte Abtheilung, ist noch eine Narurlehre mit kurzer Erdbeschreibung, und einem An- hang: Kurze Geschichte Lichtensteins für die IVte Abtheilung und für die Sonntagsschüler erwünschlich und zweckmässig. Die für die katho- lischen Schulen Bündtens herausgegebene Naturlehre und Erdbeschrei- bung wäre ganz geeignet; den Auszug der liechtensteinischen Ge- schichte würde H. Professor Kaiser besorgen». Diese Idee scheint aber nicht weiter verfolgt worden zu sein. In den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts tauchen die ersten Hinweise auf etwas Konkretes auf. Oberlehrer Hinger berichtet51), dass Reallehrer Fidel Ospelt beauftragt worden war, eine solche Aufgabe zu übernehmen. An der amtlichen Lehrerkonferenz des Jahres 1894 wird gefragt, wie es mit der Arbeit stehe, und Ospelt antwortet, das Manu- skript sei fertig, sei aber leider inzwischen verloren gegangen. Hingers bissige Bemerkungen machen klar, dass er die Existenz des Manuskrip- tes stark bezweifelt!5ä). 51) Gedenkbuch Vaduz, S. 62. 52) Hinger und Ospelt scheinen keine guten Freunde gewesen zu sein ! 235
        

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