Landeskunde Der fürstliche Regierungssekretär David Rheinberger49) war Ver- fasser der ersten (19) Landeskunde des Fürsienthums Liechtenstein zum Gehrauche der liechtensteinischen Elementarschulen, die 1876 in Inns- bruck gedruckt wurde. Diese kleine Broschüre mit einem Umfang von bloss 29 Seiten enthielt in gedrängter Form und in klarer Sprache eine ausgezeichnet deutliche Darstellung von allem Wissenswerten über das Ländchen. Die einzelnen Abschnitte sind folgende: Lage, Grenzen und Flächeninhalt des Fürstentums, dessen Bevölkerung, deren Abstam- mung, Sprache, Religion, Schulwesen und Beschäftigung; Bodenbe- schaffenheit, Gebirge und Flüsse; Klima und Naturprodukte; Verfas- sung und Behörden (i. Administrativbehörden; ii. Justizbehörden); Finanzen- und Verkehrswesen; Gemeinden, Ortschaften und Pfarreien. Im letzten Abschnitt wird jede Gemeinde einzeln behandelt. Diese vortreffliche kleine Publikation erlebte zwei weitere Auflagen. Im Jahre 1884 kam die (20) zweite Auflage heraus, diesmal in Buchs gedruckt. Die Änderungen gegenüber dem Originaltext sind ganz un- wesentlich, die letzte Statistik bezieht sich noch immer auf das Jahr 1872/73, nur die Rechtschreibung wurde modernisiert (z. B. «Fürsten- tum» statt «Fürstenthum» im Titel). Merkwürdigerweise aber ist der Name des Verfassers gänzlich weggeblieben. Die (21) dritte Auflage (Landeskunde des Fürstentums Liechtenstein zum Gebrauche in den liechtensteinischen Elementar- und Fortbildungsschulen) hingegen, die 189 8 
50) in Vaduz erschien, wurde in manchen Punkten umgearbeitet, verbessert und ä jour gebracht, obwohl der allgemeine Aufbau beibe- halten wurde. Einige ganz aktuelle Neuigkeiten finden Aufnahme, z. B. ') Ein älterer Stiefbruder des Komponisten. ') Diese kam gerade rechtzeitig heraus ! In dieses Jahr fiel das 40jährige Regierungsjubiläum Johannes IL, bei welchem Anlass sämtliche Schul- kinder Buchgeschenke bekamen. Die Unterklassen erhielten Dr. Friedrich Justus Knecht's «Kurze biblische Geschichte für die unteren Schuljahre der katholischen Volksschule», Freiburg i. B., 1898; die Mittel- und Oberklassen erhielten diese Landeskunde; die Fortbildungsschüler erhielten Kanonikus Büchel's liechtensteinische Geschichte (s. Nr. 22, unten). Die betreffenden Bücher wurden mit einer gedruckten Widmung versehen, die wie folgt lautet: «Der liechtensteinischen Schuljugend zur Erinnerung an das 40jäh- rige Regierungsjubiläum S. D. des Fürsten Johann II. (12. Nov. 1898)». 234
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.