ein Teil des Inhaltes ist bewährten Schulbüchern entnommen und ein Teil sind Bearbeitungen von vorgelegten Stücken .... Bei der Zusam- menstellung hat man sich vorgehalten, es solle das Buch nicht nur ein Schulbuch, sondern auch ein Familienbuch werden». Das Inhaltsver- zeichnis gibt die Verfasser bzw. Quellen an. Neben klassischen Autoren und den Namen von bekannten Lesebuchbearbeitern wie Haesters und Jos. Heinrich (Österreich) sind auch offizielle Lesewerke von Grau- bünden, Württemberg, Münster und auch Pommern aufgeführt. Beson- ders berücksichtigt wurde die Heimatkunde, da eben dieses so wichtige Thema in den früher benützten Lesebüchern völlig fehlte36). Wie beim oben behandelten ersten Teil kommen alle Aspekte der Heimatkunde zu ihrem Recht. Speziell hervorzuheben wäre der Abschnitt «Geschichte unserer Heimat», wofür der Historiker-Schulkommissär J. B. Büchel als Verfasser zeichnet. Auch durch die Bilderauswahl wird dem Werk eine vornehme Note verliehen: Unter anderem gibt es ein schönes Farbbild vom Schloss Vaduz und eine prächtige Porträtgalerie der Fürsten von Liechtenstein. In den beiden Hauptwerken dieser Reihe (wie übrigens in allen späteren Lesebüchern ausser jenen für die untersten Klassen) gibt es der Übung wegen eine ständige Schriftabwechslung zwischen Fraktur und Antiqua. Gruppe 3 (Ausgabe 1928 — 1939) Mit dieser Gruppe versorgte sich das Ländchen Liechtenstein zum ersten (und bisher letzten !) Mal mit einer vollständigen Lesebuchreihe, die sämtliche Volksschulklassen erfasste. Diese Sammlung ist auch in mehreren Hinsichten bemerkenswert: Sie wurde durchwegs in Liech- tenstein gedruckt (vgl. unten), der Geist wurde plötzlich viel moderner, vier der fünf Bände wurden vorwiegend von einem Mann bearbeitet: Lehrer Alfons. Kranz (der sich auch als Präsident des Lehrervereins um das liechtensteinische Schulwesen verdient machte). Thematisch das erste — aber noch einmal zeitlich das letzte — ist das 1939 erschienene (6) Lesebuch für das erste Schuljahr, bisher die einzige Fibel, welche für den liechtensteinischen Schulgebrauch eigens 30) Ebenda: «Sämtliche Bücher, die bisher in unseren Oberklassen in Verwen- dung standen, berücksichtigten unsere Verhältnisse zu wenig». 224
        

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