lehrer Alfons Feger und Lehrer Georg Minst33). Im Gegensatz zum zweiten Teil werden die Autoren der einzelnen Stücke nicht angegeben, noch sind sonstige Quellennachweise angeführt. Es ist aber klar, dass ein guter Teil des Werkes eigens verfasst wurde. Einer der vier Ab- schnitte heisst «Die Heimat» und enthält reichen heimatkundlichen Stoff; aber auch Hinweise auf liechtensteinische Verhältnisse in ande- ren Stücken (z. B. im naturkundlichen Teil) beweisen, dass manch an- derer Text auch aus der Feder einheimischer Lehrer stammt. Besonders erwähnenswert ist das längere Stück mit dem Titel «Unser Vaterland» (S. 189 ff.), das auf lobenswert einfache und deutliche Weise eine Miniaturstaatsbürgerkunde für kleine Konsumenten darstellt. Ausser- dem enthält der Abschnitt «Heimat» eine bunte Auswahl von Land- schaftsbeschreibungen, Sagen, patriotischen Gedichten usw., sowie mehrere Photoaufnahmen mit liechtensteinischen Motiven. Das chronologisch erste dieser Reihe war das (5) Lesebuch für die liechtensteinischen Volksschulen. 2. Teil, das 1914 herausgegeben wurde. Es handelt sich um das erste wahrhaft liechtensteinische Lese- werk, und als solches wurde es in der Öffentlichkeit mit Begeisterung begrüsst. Als Lektüre für die Oberklasse sowie für die Fortbildungs- schule und die Realschulen wurde ihm bei der Ausgestaltung besondere Wichtigkeit beigemessen, und es kann sicher als ein gediegenes und gelungenes Werk bezeichnet werden. Es ist dies ein Gemeinschaftswerk, das von einem Lehrerkomitee geschaffen wurde. Die Mitglieder waren: Oberlehrer Martin Josef Batliner (Eschen), Oberlehrer Alfons Feger (Vaduz), Oberlehrer Josef Frommelt (Triesenberg), Lehrer Georg Minst (Triesen), Oberlehrer Rudolf Quaderer (Schaan) und Lehrer Alois Wohlwend (Schaanwald)34). Die ganze Arbeit stand unter dem tat- kräftigen Vorsitze des Schulkommissärs Kanonikus J. B. Büchel und wurde im Laufe von 40 Sitzungen in den Jahren 1911 bis 1913 vor- bereitet35). Die weiter oben zitierte Besprechung im Liechtensteiner Volksblatt gibt folgenden Aufschluss über die Herkunft der Textstücke und über den Zweck des Werkes: «Das 550 Seiten umfassende Buch enthält eine grössere Anzahl Original-Arbeiten der Komitee-Mitglieder; 33) Gedenkbuch der Schule Triesen. 34) Ebenda, sowie Artikel im Liechtensteiner. Volksblatt, a. a. O. 35) Gedenkbuch Triesenberg. 223
        

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