Dr. Schuster eingeführt wurden20). Schon 1858 aber wurden diese auf Anregung von Oberlehrer Anton Hinger21) in Vaduz sowie auf An- trag22) des Schulenoberinspektors Kanonikus Wolfinger2:)) durch die Lesebücher von Albert Haesters2J) in sämtlichen liechtensteinischen Schulen ersetzt. (Dazu kam im nächsten Jahr das «Bündner Leseheft»25), eine lithographierte Sammlung von Musterbriefen in verschiedenen Handschriften). :") Schreiben von Kurat J. A. Wolfinger ans Regierungsamt vom 6. 9. 1855 (Reg.archiv Bündel XCIV/I) über die Besprechung der Kommission zur Ein- führung neuer Schulbücher. Laut Gedenkbuch Mauren (S. 6) aber wären diese Lesebücher schon früher im Gebrauch gewesen. Als weiteren Stoff schlägt Wolfinger Engelbrechts «Kurzer Inbegriff des Nothwendigsten aus der Natur und dem Menschenleben für die Jugend in Stadt- und Land- schulen auf die Dauer ihrer Schulpflichtigkeit» vor. Dieses Werk, welches mehr oder weniger alles Mögliche beinhaltet, wird wahrscheinlich auch eingeführt worden sein, da die Schule Planken ein Exemplar besitzt. 21) Anton Hinger (1823 — 1913), von Bittelbronn / Sigmaringen, Oberlehrer in Vaduz von 1857 bis 1895. Schon am Anfang seiner Dienstzeit setzte er sich sehr für die Hebung des liechtensteinischen Schulwesens ein; es gelang ihm, einen massgebenden Einfluss darauf auszuüben, sodass viele kleinere und grössere Reformen durchgeführt werden konnten. (Vgl. Nachruf im Liechtensteiner Volksblatt vom 3. 1. 1913). 22) Schreiben ans Regierungsamt vom 2. 1.-1858 (Reg.archiv Bündel XCIV/I). 23) Josef Anton Wolfinger, aus Balzers. Kurat in Vaduz. «Schulenvisitator» 1854 — 57; Schulenoberinspektor 1857-59; 1859 zum «Schulrat» ernannt. Obwohl seine eigentliche Amtsperiode ziemlich kurz war, setzte er sich während Jahrzehnten für das Schulwesen sehr eingehend und energisch ein. (Vgl. seine umfangreiche Korrespondenz im Reg.archiv). 24) a) «Fibel, oder der Schreib-Lese Unterricht für die Unterklasse der Volks- schule»; b) «Lehr- und Lesebuch, oder der sinnliche und sittliche Anschau- ungsunterricht für die Mittelklasse katholischer Volksschulen»; c) «Lehr- und Lesebuch, oder die Vaterlands- und Weltkunde für die Oberklasse katho- lischer Volksschulen». Die Haesters'schen Lesebücher stammten von einem Essener Verlag und, wenn man nach den Auflagezahlen urteilen kann, scheinen sie eine enorme Beliebtheit genossen zu haben. In den neunziger Jahren wurden sie neu überarbeitet (unter Mitarbeit von G. Richter) und erschienen unter nüchterneren Titeln, z. B. «Deutsches Lesebuch für die Oberklasse der Volksschule». 25) «Übungen für Schulen zum Lesenlernen verschiedener Handschriften, ent- haltend eine Sammlung von mancherlei Briefen und Geschäftsaufsätzen nebst einer Anweisung dazu. Herausgegeben aus Veranstaltung des bünd- nerischen Erziehungsrathes». Chur, o. J. 218
        

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