gen Wort- und Lautunterschiede festgehalten wurden. Nach rund zehn- jähriger Sammelarbeit konnte im Jahre 1962 der erste Band erscheinen. Durch dieses Werk wurde deutlich, wie wenig man vorher von den mundartgeographischen Zusammenhängen wusste, besonders in Hin- blick auf die Wortgeographie, und wieviel Neues zu erwarten wäre, wenn auch die angrenzenden Länder ein Unternehmen gleicher Art ins Werk setzten. Vom Leiter des Forschungsinstitutes für deutsche Sprache, Deutscher Sprachatlas, in Marburg a. d. Lahn, L. E. Schmitt ging nun die Anregung aus, auch für Liechtenstein und Vorarlberg ein Atlasunternehmen, das sich methodisch ganz dem Schweizer Vorbild anschliessen sollte, zu beginnen. Der Verfasser erklärte sich gerne be- reit, alle ihm möglichen Schritte zu unternehmen. R. Hotzenköcherle widmete der Sache von Anfang an grosses Interesse und tatkräftige Mithilfe bei der wissenschaftlichen Vorbereitung. Die Finanzierung der Aufnahmen in Liechtenstein wurde vom Historischen Verein unter Leitung seines Obmannes, Dr. D. Beck, übernommen und sogar die Auswahl der Gewährsleute getroffen, womit dem Aufnehmenden eine schwierige Vorarbeit abgenommen wurde. Die organisatorische Betreu- ung der Aufnahmearbeit lag vorallem in den Händen von R. A 11 - g ä u e r . Die lebhafte Anteilnahme an allen Phasen der Aufnahme- arbeit seitens des Vereines war vorbildlich und ist jeden Dankes wert. Am 3. Februar 1964 wurde mit der ersten Aufnahme in Ruggell begonnen. R. Hotzenköcherle war eigens aus Zürich gekommen, um sie zu leiten und dem Verfasser mit fachlichem Rat zur Seite zu sein. Diese praktische Mitarbeit war von unschätzbarem Wert für das ge- samte Unternehmen. Nur so war für eine unmittelbare Vergleichbar- keit mit den Aufnahmen der Schweizer Forscher ein sicherer Boden gegeben. Nach der Aufnahme in Ruggell folgten die in Gamprin- Bendern, Schellenberg, Mauren und Eschen. Nach der Sommerpause wurde in Schaan begonnen, es schlössen sich Vaduz, Triesen, Balzers, Planken und schliesslich der Triesenberg an. Bei dieser letzten Auf- nahme war R. Hotzenköcherle wieder anwesend, damit unter seiner fachkundigen Führung nichts vergessen wurde, was zur genaueren Kenntnis dieser interessanten Walsermundart wichtig ist. Es ist daher nicht verwunderlich, dass es die reichhaltigste Aufnahme in Liechten- stein wurde. Am 7. November 1964 war die gesamte Sammelarbeit im Fürstentum abgeschlossen. 182
        

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