Die liechtensteinischen Mundarten (Ergebnisse der Aufnahmen für den liechtensteinischen Sprachatlas) von Eugen Gabriel Wenn an dieser Stelle wieder über die Mundarten von Liechtenstein gesprochen werden soll1), so besteht diesmal ein besonderer Anlass. Denn im Jahre 1964, also genau dreissig Jahre seit dem von L. J u t z verfassten Aufsatz, sind die Aufnahmen für einen künftigen liechten- steinischen Sprachatlas in allen Gemeinden des Fürstentums durchge- führt worden. Die dabei erhobenen Materialien sollen zugleich mit denen des Vorarlberger Sprachatlasses, deren Sammlung eben im Gange ist, veröffentlicht werden. Es ist darum angezeigt, die Leser- schaft zunächst mit dem-Unternehmen bekannt zu machen.2) Die Darstellung der Mundarten eines Sprachgebietes mit Hilfe von Sprachkarten darf heute schon auf eine längere Tradition zurück- blicken. Das erste Werk dieser Art war der «Deutsche Sprachatlas», der im Jahre 1876 von G. W e n k e r in Marburg a. d. Lahn begründet wurde, zu einer Zeit, wo man von den deutschen Mundarten noch wenig Kenntnis hatte. Wir verdanken dem Unternehmen, wissenschafts- geschichtlich gesehen, einen der grössten Fortschritte in der Erforschung der deutschen Mundarten. Die Materialien wurden mit Hilfe der sog. «indirekten Methode» gewonnen, d. h. es wurden an alle Schulorte des gesamten deutschen Sprachgebietes und damit auch nach Liechten- stein, Fragebogen gesandt, die von ortsansässigen Lehrern ausgefüllt und zurückgeschickt wurden. Ihre Aufgabe bestand darin, vierzig in ') Schon im 34. Jahrgang dieses Jahrbuches hat der bekannte Mundartforscher L. Jutz den Aufsatz «Aus der Geschichte der liechtensteinischen Mundart» (Seite 41-59) veröffentlicht. 2) Vgl. vom Verf. «Der Vorarlberger Sprachatlas» in der Zeitschrift „Montfort", Jg. 1965, Heft 1. 179
        

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