fahrt am Sebastiantage nach Masescha und an das Hochaltarbild in der Triesner Marienkapelle. Sagenhafte Erinnerungen an die Pestzeit finden wir gerade in un- serer Umgebung vielfach, in Vorarlberg, aber besonders ausgeprägt im Werdenbergischen und im Sarganserland (vgl. Kuoni, an vielen Stellen). DAS SEEBI-MÄNNLI (197) Die etwas schrullige Darstellung des Verwunderns über das zuge- frorene Seelein finden wir auch in einer Sage der Innerschweiz. Ich stelle die kleine Erzählung in den Zusammenhang der geschichtlichen Sagen, weil sie uns daran erinnert, dass die ersten Siedler aus dem Wallis viel höher ihre Heimstätten hatten. Die Wahl des Platzes ihres ersten Kirchleins auf Masescha deutet darauf hin, dass etwa dort der Mittelpunkt ihrer Streusiedlung gewesen sein mag. Noch bei der Huldi- gung 1712 erscheinen 11 Männer aus Gnalp, das heute keine Dauer- siedlung mehr ist. DER GEIST DES SCHLOSSHERRN, DER FÜLLITRITT, DER LANDAMMANN MUSS GEISTEN (198 — 200) Die Sagen sind echte Volkserzählungen: Der Landesherr muss we- gen seiner Härte ebenso geisten wie sein Vogt, der Landammann muss es, weil er als Vertreter des Volkes sein Wohl nicht genügend ver- treten hat. St. Florin war tatsächlich die Begräbnisstätte der Landes- herrn, kein öffentlicher Friedhof. DIE GOLDENE BOOS (201) Über das Ereignis' der Hinrichtung, der letzten in unserem Lande, berichtet der Chronist, aber sie ist schon zu ihren Lebzeiten, noch 172
        

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