DIE MATTELTI-KATZE 156 Früher erzählte man in Triesenberg viel von einer Katze, die auf Mattelti hauste. Sie war nur nachts zu sehen, und jedem, dem sie be- gegnete, brachte sie Unheil. Einmal wollte ein tapferer Mann das Tier erschiessen. Sie sprang ihm sogar vor den Lauf seines Gewehres und miaute erbärmlich. Der Mann wollte abdrücken, aber o weh, der Schuss ging nicht los, und die Katze fauchte, sträubte ihr Haar und machte grosse Sprünge. Der Mann aber bekam mit der Angst zu tun und suchte sein Heil in der Flucht. Das unheimliche Tier aber wurde nie mehr gesehen. Ein Mann war nachts auf dem Heimwege, da begenete ihm eine Katze, und sie war ihm immer unter den Füssen. Der Mann war nicht grob zu ihr, er hatte vielmehr Angst, weil ihm das Tier unheimlich war, und er liess es vorangehen. Auf einmal nahm die Katze eine an- dere Richtung und blieb lange vor einem Hause stehen. Am anderen Tag war das Rätsel gelöst, denn es starb jemand in dem Hause, vor dem die Katze so lange gewesen war. In Balzers hauste einmal ein schwarzer Kater mit einem weissen Schwanz, ein unheimliches Tier, und er konnte Gutes und Schlechtes bewirken. Über Nacht hatte er oft sein Lager in einer Nische der «Murlamur», und wenn ein Stubertigänger um Mitternacht vorüberging und der Kater mit glühenden Augen aus der Nische blickte, wusste der Bursche, dass er seine Geliebte verlieren werde. 
DIE KATZE AUF DEM WEGE 157 DER SCHWARZE KATER MIT DEM WEISSEN SCHWANZ 
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