gen in jener Gegend durch Ammianus Marcellinus47) dort auch be- sonders schwere Verheerungen anzunehmen. So spricht — trotz sicher offener Fragen — manches dafür, dass auch der grosse Silberschatz von Kaiseraugst48) in diesen Jahren in den Boden gekommen ist, wie dies bereits H. Bögli und E. Ettlinger vermutungsweise angenommen haben49). Gegenüber dieser Häufung von Fundzeugnissen in der Westschweiz erschien bisher der Münzschatz vom Pizokel bei Chur50) räumlich isoliert. H. A. Cahn verwies zwar bei dessen Bearbeitung auf die zwei spätrömischen Solidi von St. Luzisteig in Graubünden51), deren spä- terer von Magnentius geprägt wurde. Doch weder dieser noch der Kupfermünzschatz vom Theodulpass im Wallis (Schlussmünze angeb- lich von 352 n. Chr.) können hier recht weiterführen. An der römischen Strasse Bregenz-Chur liegt Schaan, wo auf der befestigten Höhensied- lung «Krüppel» die Münzreihe mit Prägungen von 351 n. Chr. (Laf- franchi Periode IV) endigt. Und noch weiter nördlich wenig abseits derselben Römerstrasse bereits in Vorarlberg liegt Fussach, wo 1911 ein Schatzfund von Kupfermünzen der gleichen Zeitstellung heraus- gekommen ist, der hier nachfolgend erstmals bekannt gegeben werden kann52). Der Münzfund von Fussach De erste Erwähnung im Archiv für Geschichte und Landeskunde Vorarlbergs 9, 1913, 42 gibt nur an, dass «in der Nähe der das Rheintal übersetzenden römischen Heerstrasse Brigantium-Arbor (Arbon) bei Räumung eines Feldgrabens im Birkenfelde bei Lustenau nach Aussage des Finders mit den Resten eines Lederbeutels im Februar 1911 eine grössere Anzahl römischer Klein- und Mittelbronzen aufgefunden wur- den, die aus dem IV. Jahrhundert stammen». Eine genaue Zahl er- scheint nicht. Nachdem nun im Vorarlberger Landesmuseum der ge- schlossen verwahrte Fund nur 74 Stück umfasst, eben jene Zahl, die in der Zeitschrift «Montfort» 3, 1948, 252 von den ursprünglichen 130 Stück als «bestimmbar» angegeben ist, so muss man wohl annehmen, dass die restlichen — als weniger beachtet — der Zeit zum Opfer gefallen sind. Der erhaltene Fund setzt sich wie folgt zusammen: 76
        

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