1. LRBC Nr. 251a; vorzüglich. - Gel. Sondierung 13. - 15. 4. 64 östlich Bau I. 2. Zu LRBC Nr. 682 (Aquileia), aber Büste rechts; Nachprägung? Leicht ange- schmolzen. — Gef. 5. 4. 64 Feld IV südlicher Teil; zum Münzschatz gehörig? 3. LRBC Nr. 952. - Gef. Sondierung 13. - 15. 4. 64 östlich Bau I. 4. Zu LRBC Nr. 648; verprägt; Nachprägung? Münzstätte Rom nicht ganz sicher. — Gef. Sondierung 13. — 15. 4. 64 östlich Bau I. 5. LRBC Nr. 1128; vorzüglich. - Gef. 4. 4. 64 Feld IV südlicher Teil; zum Münzschatz gehörig ? 6. LRBC Nr. 447; vorzüglich. - Gef. Sondierung 13.-15. 4. 64 östlich Bau I. Der Charakter der Anlage auf dem «Krüppel», über den verschie- dene Deutungen geäussert wurden, kann bündig nur aus der Datierung erschlossen werden4). Die relativ grosse Anzahl von Fundmünzen bietet hierzu eine gute Grundlage. Von dem vereinzelten Sesterz aus dem 2. Jahrhundert können wir hierbei absehen. Die übrigen Münzen zer- fallen in zwei deutlich geschiedene Gruppen. Die eine gehört ins 3. Jahrhundert und endigt mit Aurelian 270/275. Die andere beginnt 317 bzw. 330 n. Chr. und schliesst mit Magnentius und Constantius Gallus, wobei etwa ein halbes Jahrhundert dazwischen nicht vertreten ist. Dadurch wird es kaum möglich, eine durchgehende Besiedlung des «Krüppels» vom 3. bis zur Mitte des 4. Jahrhunderts anzunehmen. Dass die häufigen Antoniniane des Probus und der ersten Tetrarchie ebenso gänzlich fehlen wie alle frühen Folles bis zu denen des 3. Jahr- zehnts des 4. Jahrhunderts n. Chr., ist sicher kein Zufall. Damit lässt sich die erste Besiedlungsperiode etwa mit der Alleinherrschaft des Gallienus beginnen und bis Aurelian führen, während die zweite — zunächst vorsichtig umschrieben — gegen die Mitte des 4. Jahrhunderts fällt. Betrachten wir nämlich die zweite Gruppe genauer, so überrascht die Geschlossenheit und Einheitlichkeit der Typen. Allein vom Rs.- Typus VICTORIAE DD AVGG Q NN finden sich 54 Stück im Fund- bestand, das sind fast 43 °/o der Gruppe aus dem 4. Jahrhundert. Der Rs.-Typus GLORIA EXERCITVS mit einer Standarte ist mit 23 bestimm- baren Stücken vertreten, immerhin noch 18 '%• der Münzen des 4. Jahr- hunderts. Lediglich als Niederschlag einer doch relativ kurzen zweiten Besiedlungsperiode lässt sich dieser Befund nicht erklären. Nachdem nun auch fast alle dieser Münzen auf einer Fläche von nur etwa 10 x 6/7 m herausgekommen sind (s. rot schraffierte Fläche in Feld IV auf dem Plan mit Eintragung der Münzfunde, Abb. 1), besteht m. E. kein Zweifel, dass in der Fundmasse ein zerstreuter Schatzfund ganz oder 70
        

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