vom Tale aus gesehen, nicht auffällig hervortritt. Auf drei Seiten sind Steilabfälle, nur der Osthang geht allmählich in die Mulde über, die den Hügel vom Berghang trennt. Wie er sich von diesem abhebt, zeigt ein von Süden her aufgenommenes Bild (Abb. 1). Ein Ausschnitt aus der Landeskarte 1 : 25 000 zeigt auch noch die topographischen Ver- hältnisse einer weiteren Umgebung. (Abb. 2). Zum Namen «Krüppel», in der ursprünglichen Bedeutung «Fels», «Felsgipfel», vergl. den Auf- satz von Alexander Frick, «Der Flurname „Krüppel" ist vorromanischen Ursprungs» in Bd. 63 dieses Jahrbuches, S. 135 — 140. Noch vor wenigen Jahrzehnten, als die Bewaldung nicht so dicht war, galt der Krüppel als besonders schöner Aussichtspunkt und war als «Schaaner Aussichtsplatte» bekannt. Alte Leute wollen noch wissen, dass auf Krüppel früher Heuwiesen waren, und in der Mulde auf der Ostseite sind die Grundmauern eines Stalles oder Heustadels noch sichtbar. Dort tritt auch eine Quelle zutage. Vor 40 —• 50 Jahren war das Gebiet schon teilweise bewaldet und wurde als Schafweide be- nützt. Es heisst auch, auf Krüppel sei früher ein «Kappeli», also ein Kapellchen oder Bildstock gewesen. Das Verdienst, den Platz «Auf Krüppel» als Siedlungsstelle prähi- storischer und spätrömischer Zeit entdeckt zu haben, gebührt Herrn Peter Rheinberger aus Vaduz. Dieser hatte schon früher öfters die Vermutung geäussert, dass auf Krüppel prähistorische Siedlungs- reste zu finden sein müssten. Seine Vermutung stützte sich auf die günstige Lage des Platzes, mit seiner umfassenden Sicht und der Mög- lichkeit einer guten Verteidigung. Im Spätherbst 1960 hat dann Herr Rheinberger, zusammen mit seinem Bruder, Herrn Dr. Rudolf Rheinberger, am nördlichen Rand des Plateaus, am Weg nach Alpila (Abb. 3), im Wurzelstock eines vom Winde geworfenen Baumes, eine Anzahl prähistorischer Scherben gefunden. Der Berichterstatter unternahm, zusammen mit den Brüdern Rheinberger und Herrn Ing. Hermann Wild, aus Vaduz, im Frühling 1961 eine Besichtigung des Platzes. Dabei wurden am Südabhang des Hügels oberflächlich einige Funde gemacht: kleine Bronzereste, sowie ein paar Scherben, auch ein Stück aus Graphitton mit Kammstrich- verzierung. Abb. 2 Ausschnitt aus der Landeskarte 1 : 25 000 » 8
        

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