— 160 - Literatur: Kaiser, 196; Ladurner ]., Geschichte d. Vögte von Mätsch, Zeitschr. d. Ferdinandeums, II. Abtheilung, Heft 17, Innsbruck 1872, 54; Krüger, p. 315 f. Zur Sache: Das erste Mal erscheint die obige Verpfändung in der Literatur bei Peter Kaiser (1847) p. 196, ohne dass die Höhe der Pfandsumme genannt wird. Ladurner nennt die Pfandsumme von 5 000 fl. und verweist auf Kaisers Geschichte des Fürstentums Liechtenstein. Krüger verfasste auf diese Quellenlage sich stützend sein Regest (n. 651) und interpretiert die Ver- pfändung vom Jahre 1404 so, dass anstatt der genannten 5000 fl. im Jahre 1404 nur 2000 fl. verabfolgt worden seien. — Auf Grund der gegenwärtigen Quellen- lage kann ich nicht eruieren, woher die älteren Autoren die Höhe der jeweili- gen Pfandsummen haben. Man vermag nicht einmal nachweisen, dass der älteren Forschung eine heute verlorene Quelle zur Verfügung stand. Durch das Fehlen der Originalpfandbriefe und deren Abschriften ist die Höhe der jeweiligen Pfandsummen, die Bischof Hartmann, Graf von Werdenberg-Vaduz, von seinen Stiefbrüdern entgegengenommen hat, schwach fundiert. Bei La- durner (Zeitschr. d. Ferdinandeums, II. Abtheilung, Innsbruck 1872, 54) finden wir das erste Mal die genauen Zahlen. Ladurner beruft sich dabei auf Kaisers Geschichte p. 194, 195, wo aber nichts von dieser Angelegenheit steht, sondern p. 196 erwähnt Kaiser bloss die Verpfändung (ohne Höhe der Pfand- summe). Krüger und mit ihm die ganze nachherige Literatur übernahm die Zahlen (Krüger, n. 632, 651 mit dem unzutreffenden Verweis auf Kaiser p. 194). Die Höhe der jeweiligen Pfandsummen ist also mit allen Vorbehalten aufzu- nehmen. Kaiser nennt lediglich einmal eine genaue Zahl: Für den «übrigen Theil des 
Eschnerberges» erhielt im Jahre 1416 Bischof Hartmann 4000 Gold- gulden von seinem Stiefbruder Wolfhart (Kaiser, 230; Krüger, n. 775). Kaiser hat wahrscheinlich diese Zahl der «Embser Chronik des Georg Schleh aus Rottweyl, gedruckt 1616 in 
Hohenembs» p. 68 oder aus der Einleitung des Urbars der Herrschaft Schellenberg (Regierungsarchiv Vaduz, Photokopie Lan- desbibliothek). 1 Graf Hartmann IV. von Werdenberg-Sargans zu Vaduz (ca. 1360 — 1416), Bischof von Chur. 2 Rudolf VII. von Werdenberg-Sargans, Domprobst in Chur (1380 — 1440). 3 Hugo VII. von Werdenberg-Sargans (1393 — 1421). 4 Heinrich IX. von Werdenberg-Sargans-Sonnenberg (1393 — ca. 1446). 5 Wolfhart II. von Brandis (ca. 1355/57 -1418). 6 Ulrich Türing von Brandis (f 1409). 7 Zur Höhe der Pfandsumme vgl. die Ausführungen «Zur Sache».
        

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